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Bibliographische Angaben zur Publikation

Informationsüberflutung am Arbeitsplatz

Gesundheitliche Konsequenzen



Autor/in:

Junghans, Gisa; Kersten, Norbert


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 2020, Band 70 (Heft 1), Seite 8-17, Heidelberg: Haefner, ISSN: 0944-2502 (Print); 2198-0713 (Online)


Jahr:

2020



Abstract:


Hintergrund:

Mit der Verbreitung neuer Informations- und Kommunikationsmittel und der digitalen Vernetzung gewinnt das Phänomen der 'Informationsüberflutung', das bereits seit dem letzten Jahrhundert bekannt ist, zunehmende Bedeutung. Das kann Auswirkungen auf die Beanspruchung und damit auch auf das gesundheitliche Geschehen haben. Wurden in einer vorherigen Arbeit der Autorinnen und Autoren Arbeitsbedingungen und Tätigkeitsmerkmale ermittelt, die mit dem Erleben von Informationsüberflutung einhergehen, steht im Fokus dieser Arbeit die Prüfung des Einflusses von Informationsüberflutung auf ausgewählte gesundheitliche Beschwerden.

Material und Methoden:

Die Studie prüft auf der Basis einer Bevölkerungsstudie (N?=?20.030) den Zusammenhang von gesundheitlichen Beschwerden und dem Erleben von Informationsüberflutung. Die Analysen wurden in Form binomialer logistischer Regressionsmodelle adjustiert nach Alter und beruflicher Stellung ausgeführt.

Ergebnisse:

Bei allen in dieser Studie geprüften Beschwerdearten zeigte sich mit zunehmend erlebter Informationsüberflutung ein Ansteigen der Beschwerdeprävalenz.

Diskussion:

Eine derart konsistente Dosis-Häufigkeits-Beziehung bei allen untersuchten Beschwerdearten spricht für einen evidenten gesundheitlichen Effekt der Informationsüberflutung. Einige Beschwerdearten, wie emotionale und körperliche Erschöpfung, werden im Zusammenhang mit einer Burnout-Symptomatik diskutiert. Es bedarf bei weiteren Untersuchungen des Phänomens eines Mehrebenenansatzes, der auf Arbeitsanforderungen und Ressourcen in ihrer Wechselwirkung im Rahmen der betrieblichen Bedingungen fokussiert. Aber auch individuelle Aspekte sind zu berücksichtigen, um dem Phänomen der Informationsüberflutung zu begegnen und eine gesundheitsgerechte Arbeit zu gewährleisten.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Information overload at the workplace

Health consequences

Abstract:


Background:

With the spread of new means of information and communication and digital networking, the phenomenon of information overload, which has been known since the last century, is becoming increasingly more important. This can have an impact on stress and thus on health. While a previous article by the authors identified working conditions and job characteristics that are associated with the experience of information overload, this article focuses on examining the influence of information overload on selected health complaints.

Material and methods:

On the basis of a population study (N?=?20,030) this study examined the relationship between health complaints and the experience of information overload. The analyses were performed in the form of binomial logistic regression models adjusted for age and occupational status.

Results:

All types of complaints examined in this study showed an increase in the prevalence of complaints as information overload increased.

Discussion:

Such a consistent dose-frequency relationship for all types of complaints investigated indicates an evident health effect of information overload. Some types of complaints, such as emotional and physical exhaustion, are discussed in connection with burnout symptoms. Further investigations of the phenomenon require a multilevel approach that focuses on work requirements and resources in their interaction within the framework of company conditions; however, individual aspects must also be taken into account in order to counteract the phenomenon of information overload and to ensure healthy work.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
Homepage: https://link.springer.com/journal/40664

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0064/0021


Informationsstand: 02.06.2020

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