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Bibliographische Angaben zur Publikation

Das Ergotherapeutische Assessment

Feldstudie zu Akzeptanz, Praktibilität und Prozessqualität



Autor/in:

Voigt-Radloff, Sebastian; Schochat, Thomas; Heiss, Hermann Wolfgang


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2000, 39. Jahrgang (Heft 5), Seite 255-261, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2000



Abstract:


Es besteht großer Bedarf, Patienten, die sich einer ergotherapeutischen Behandlung unterziehen sollen, umfassend zu beurteilen. Dieser Prozess wird als Assessment bezeichnet. Ein derartiges Instrument, das Ergotherapeutische Assement (EA), ist kürzlich von einer Expertengruppe entwickelt worden. Sein Hauptziel besteht darin, Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen bei ihrer Berufsausübung in den Bereichen Diagnostik, Therapieplanung, Kommunikation und Evaluation des Behandlungsergebnisses zu unterstützen. In einem ersten Schritt zur Umsetzung dieser Ziele haben wir das EA in einer Feldstudie im Hinblick auf Praktikabilität, Akzeptanz bei den Therapeuten und seine Wirkung auf die Prozessqualität untersucht.

Das EA wurde von 22 Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen aus Klinik und Praxis bei 329 Patienten eingesetzt. Die Therapeuten waren zuvor speziell für das EA geschult worden und hatten ein Handbuch mit den entsprechenden Instruktionen erhalten. Zusätzlich zu dem EA war ein standardisierter Beurteilungsbogen zu beantworten, dessen Fragen hauptsächlich die Bereiche allgemeiner Behandlungserfolg, möglicherweise durch das EA nicht abgedeckte relevante funktionelle Veränderungen sowie den jeweiligen professionellen Nutzen abdecken. Zusammengefasst auf einer 10-Punkte-Skala lagen die Werte für die Praktibilität bei 5, 8, für die Akzeptanz bei 7,6.

Bezüglich der Prozessqualität ergab sich ein diagnostischer Effekt von 7, 3 und bei der Festlegung der therapeutischen Ziele von 6,0, bei der Verbesserung der Kommunikation zwischen den Mitgliedern des Rehabilitationsteams von 6,8. Die innere Konsistenz der eingesetzten 5 einzelnen Module des EA, berechnet anhand von Cronbachs Alpha, lag zwischen 0,72 und 0,95. Veränderungen, die von den Teilnehmern der Studie als alltagsrelevant eingestuft wurden, sich jedoch nicht in einer Kategorienverschiebung im EA zeigten, traten nur in einer Häufigkeit von 9 Prozent auf. Der Korrelationskoeffizient für den beurteilten allgemeinen Behandlungserfolg und die kategoriellen Veränderungen anhand der Schweregradskalierung im EA betrug 0,48


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

The Ergotherapeutical Assessment: Field study about Acceptance, Practicability am Process Quality


Abstract:


Results of a Field Study Regarding Acceptance, Practicability and Process Quality of the Occuptional Therapy Assessment Instrument (EA). There is need for comprehensive assessment of patients suitable for occutional therapy. The 'Ergotherapeutisches Assessment' (EA) occuptional therapy assessment instrument has been developed recently by a group of experts in the field. Its main purpose is to significantly support occuptional therapists in diagnostics, planning, communication and evaluation of therapeutic outcome.

In a first step, EA was tested in a field study with regard to practicbility, acceptance, and its effects on process quality. The EA was applied in 329 patients by 22 occuptional therapists (office, institution) who had been specially trained (handbook, instruction session) prior to study. In addition, participants had to answer standardized evaluation forms with respect to the general therapeutic success, relevant functional changes possibly not covered by the EA, and professional benefit in the areas under investigation.

In summary the value for practicability as described using a 10-point scale was 5.8, and 7.6 for acceptance. With regard to process quality , the ratings were 7.3 for diagnostic effect, 6.0 for definition of therapeutic aims, and 6.8 for improvement of communication between members of the rehabilitation team. The internal consitency of the five individual modules of the instrument as calculated by Cronbachs alpha was between 0.72 and 0.95. Changes considered relvant by the participants and not reflected by the instruments accounted for 9% only. The correlation coefficient for the evaluated general success of the patients and category changes found on the basis of EA severity ratings was 0.48.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/3166


Informationsstand: 23.03.2001

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