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Bibliographische Angaben zur Publikation

Individuelle und kontextbezogene Ursachen von Abbrüchen beruflicher Qualifizierungsmaßnahmen


Autor/in:

Meschnig, Alexander; Bartel, Susanne; Kardorff, Ernst von


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2015, 54. Jahrgang (Heft 3), Seite 184-189, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2015



Abstract:


Hintergrund:

Ausgangspunkt der Studie waren die von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) erhobenen, bei ca. 20 % liegenden Abbruchraten bei beruflichen Bildungsmaßnahmen für Rehabilitanden.

Ziele:

Analyse des Zusammenspiels individueller, verfahrensbedingter und institutioneller Faktoren für das Abbruchrisiko von Rehabilitanden in 2-jährigen beruflichen Bildungsmaßnahmen.

Methoden:

In der explorativen Mixed-Method-Studie wurden 454 Teilnehmer von 2-jährigen Vollzeitmaßnahmen bei 3 Berufsförderungswerken und 3 freien Bildungsträgern mittels eines umfangreichen Fragebogens befragt. Darüber hinaus wurden Experten, Abbrecher und erfolgreiche Teilnehmer interviewt sowie jeweils 3 Gruppendiskussionen mit Teilnehmern und Experten durchgeführt.

Ergebnisse:

Bei genauer Betrachtung erweist sich 'Abbruch' als ein mehrdeutiges, multidimensionales sowie von den einzelnen Beteiligten unterschiedlich bewertetes Geschehen. Als Prädiktoren für einen Abbruch wurden drei zentrale personenbezogene Faktoren identifiziert: das Vorliegen einer Depression, eine negative Einschätzung der eigenen Gesundheit und mangelnde soziale Unterstützung. Der konkrete Abbruch einer Maßnahme erweist sich als vielschichtig und sehr oft situativ bedingt. Er lässt sich in der Regel nicht eindeutig und nur selten aus Personenmerkmalen, der bisherigen Berufsbiografie oder vorausgegangenen Zeiten von Arbeitslosigkeit vorhersagen. Verfahrensbedingte Abbruchrisiken liegen unter anderem in der Zuweisungspraxis zu Ausbildungswegen bzw. zum Reha-Vorbereitungslehrgang (RVL) sowie in Qualität und Ausgestaltung der Praktika; institutionelle Risiken werden unter anderem auf den auf 2 Jahre verdichteten Lehrstoff und auf gruppendynamische Prozesse zurückgeführt.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Individual and Contextual Reasons for Drop-outs in Vocational Retraining


Abstract:


Background and Aims:

The study focuses on the explanation of the individual, process-driven, and institutional factors and their interplay, and on the subjective accounts for the high drop-out rates in vocational retraining which are reported by the German statutory pension insurance scheme.

Methods:

454 participants of 2-year lasting vocational retraining schemes in 3 vocational promotion centers and 3 education providers took part in the questionnaire survey. Furthermore, experts, dropouts and participants were interviewed and group discussions with experts and participants were conducted.

Results:

Drop-out is not a definite term. Instead, it consists of different dimensions. 3 personal factors for predicting a drop-out could be identified: suffering from depression, negative health assessment and lack of social support.

Generally speaking, drop-out of vocational retraining is a complex and mainly situational process which can hardly be predicted by personal factors, job-biographies or foregoing unemployment.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0473


Informationsstand: 21.07.2015

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