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Bibliographische Angaben zur Publikation

Selbstkompetenz als Voraussetzung für Selbstbestimmung behinderter Frauen und Mädchen im Rehabilitationsrechtsverhältnis


Autor/in:

Degener, Theresia


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2005, 44. Jahrgang (Heft 3), Seite 152-156, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2005



Abstract:


Selbstkompetenz ist ein Schlüsselbegriff moderner Reformgesetzgebung in der Gesundheits- und Sozialpolitik im Allgemeinen und im Behindertenrecht im Besonderen.

Der Beitrag nimmt eine Begriffsbestimmung aus verfassungsrechtlicher Sicht vor und stellt die neuen Vorschriften für behinderte Frauen und Mädchen im Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) dar. Sie sind eine Reaktion auf neuere wissenschaftliche Erkenntnisse über die spezifische Situation behinderter Frauen und Mädchen, die geprägt ist durch Mehrfachdiskriminierung und Bedrohung durch sexualisierte Gewalt.

Selbstkompetenz behinderter Frauen bedeutet in diesem Kontext zunächst die Fähigkeit zur Selbstbestimmung. Eine solche Interpretation steht im Einklang mit der Reform des Behindertenrechts insgesamt, die sich insbesondere durch die Verabschiedung zahlreicher Antidiskriminierungsvorschriften auszeichnet. Mit ihr verfolgt die Legislative einen Paradigmenwechsel vom medizinischen zum sozialen Modell von Behinderung. Ein solcher Paradigmenwechsel erfordert die Beschreitung neuer Wege in der Rehabilitation. Den Leistungsträgern in der Rehabilitation obliegen entsprechende Schutz- und Förderungspflichten.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Self-Competence as a Condition for Self-Determination of Disabled Women and Girls in Legal Relations in Rehabilitation


Abstract:


Self-competence is a keyword of modern reform legislation in public health and social policy in general and in disability law more specifically.

The article defines self-competence from the perspective of constitutional law and describes the new provisions of Book 9 of the Social Code, SGB IX with relation to disabled women and girls. These new provisions are a response to new scientific analyses of the status of disabled women and girls. Their status is determined by multiple discrimination and by threat of sexual violence.

Within this context self-competence means capacity for self-determination. Such an interpretation is in line with reforms in disability law, i.e. the adoption of anti-discrimination law. With this reform legislators pursue a shift in paradigm from the medical to the social model of disability. Such a paradigm shift demands new paths to be treaded in rehabilitation. Rehabilitation agencies have corresponding duties to protect and to promote.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0077


Informationsstand: 05.07.2005

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