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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Bedeutsamkeit freiwilliger Teilnahme von Rehabilitanden an einer wissenschaftlichen Studie im beruflichen Umschulungskontext


Autor/in:

Arling, Viktoria; Knispel, Jens; Slavchova, Veneta


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V. (BAG BBW)


Quelle:

Die Berufliche Rehabilitation, 2018, 32. Jahrgang (Heft 1), Seite 24-32, Freiburg: Lambertus, ISSN: 0931-0889


Jahr:

2018



Abstract:


Ziel beruflicher Rehabilitation ist die Reintegration von Erwachsenen mit Einschränkungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Das SGB IX sieht in diesem Zusammenhang vor, dass der Einzelne gemäß seinen Neigungen und Fähigkeiten angemessen gefördert werden soll. Auf Basis von Studienergebnissen werden bzgl. einer zielorientierten Gestaltung eines Rehabilitationsprozesses demografische, kognitive und Persönlichkeits- bzw. Motivationsvariablen als relevante Einflussgrößen diskutiert.

Beobachtungen aus der wissenschaftlichen Praxis weisen jedoch darauf hin, dass nie alle potenziellen Teilnehmer an einer wissenschaftlichen Studie mitwirken. Hieraus lässt sich nun die Frage ableiten, ob die (freiwillige) Teilnahme an einer wissenschaftlichen Studie als solche von Interesse für ein Studienergebnis sein kann bzw. das selbige beeinflusst.

An der Untersuchung beteiligten sich 15 Berufsförderungswerke. Von insgesamt 773 Rehabilitanden nahmen 605 an einer multivariaten logistischen Regressionsanalyse ein Einfluss auf eine freiwillige Studienteilnahme dahingehend, dass entsprechende Teilnehmer einen niedrigeren Grad der Behinderung (GdB) aufweisen und darüber hinaus die Umschulungsmaßnahme erfolgreicher beendeten (R2=0,193). Daher sollte die Bereitschaft zur Studienteilnahme als potenzieller Risiko- bzw. positiver Prognosefaktor mit einkalkuliert werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Voluntary participation that are relevant for studies in context with retraining


Abstract:


Main purpose of vocational rehabilitation is the occupational reintegration of adult clients into the job market. Sozialgesetzbuch (SGB) IX legally demands that individuals must receive appropriate support in respect to their abilities and skills. Based on prior study results, demographic, cognitive, personality and motivational variables were relevant influence factors on goal-oriented rehabilitation process.

However, practical experience shows that not all adult clients are participating in such studies. Hence, question arises whether voluntary participation in a study can be a study result itself or has at least impact on study result.

In this study, 15 vocational training centers (German: Berufsförderungswerke, BFW) participated. Overall, 605 of 773 vocational rehabilitants agreed to participate at an additional survey which was embedded in the whole study. Multivariate logistic regression analysis revealed that additional voluntary study participation was predicted by sociodemographic information.

In fact, people who voluntary agreed participating, had a lower degree of impairment and were more likely to finish vocational training program (R2=0,193). As a practical implication, willingness to participate on a study should be taken into consideration as potential risk factor or as positive prognosis factor.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Berufliche Rehabilitation - Zeitschrift zur beruflichen und sozialen Teilhabe
Homepage: https://www.bagbbw.de/verband/fachzeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0062/0327


Informationsstand: 19.11.2018

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