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Bibliographische Angaben zur Publikation

Betriebliches Eingliederungsmanagement - Gesundheitsförderung als Unternehmensstrategie


Autor/in:

Seel, Helga


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Behindertenrecht, 2006, 45. Jahrgang (Heft 2), Seite 30-36, München: Boorberg, ISSN: 0341-3888


Jahr:

2006



Abstract:


Der Aufsatz setzt sich mit den Anforderungen an das betriebliche Eingliederungsmanagement nach § 84 Absatz 2 SGB IX auseinander. Dabei wird der typische Prozess des betrieblichen Eingliederungsmanagements (insbesondere die Aufgaben des Arbeitgebers, Mitwirkung des Beschäftigten, etc.) dargestellt. Insgesamt biete ein funktionierendes betriebliches Eingliederungsmanagement erhebliche Kostenvorteile für den Arbeitgeber und die Sozialversicherungssysteme.

Vor dem Hintergrund des steigenden Arbeitsdrucks in der Wirtschaft und der demografischen Entwicklung der Gesellschaft werden die Bedeutung und die Vorteile des betrieblichen Eingliederungsmanagements nach § 84 Absatz 2 SGB IX erläutert. Ein effektives betriebliches Eingliederungsmanagement, das der Gesundheitsförderung diene, ermögliche dem Beschäftigten wieder eine rasche Rückkehr in den Arbeitsprozess und helfe dem Arbeitgeber, Kosten aufgrund von Arbeitsunfähigkeitszeiten zu sparen. Zudem könnten die Sozialversicherungssysteme erheblich Kosten einsparen.

Außerdem skizziert Seel den typischen Prozess eines Eingliederungsmanagements. Der Ablauf wird durch ein übersichtliches Schaubild verdeutlicht. Voraussetzung sei, dass ein Arbeitnehmer innerhalb der letzten 12 Monate Arbeitsunfähigkeitszeiten von sechs Wochen aufweise. Die Initiative zur Durchführung des Eingliederungsmanagements müsse vom Arbeitgeber ausgehen. Der betroffene Arbeitnehmer könne frei bestimmen, ob und wie er am betrieblichen Eingliederungsmanagement teilnehmen wolle.

Sofern der Beschäftigte seine Zustimmung verweigere, könne er sich jedoch in einem Arbeitsgerichtsprozess wegen einer krankheitsbedingten Kündigung nicht darauf berufen, dass ein betriebliches Eingliederungsmanagement nicht durchgeführt worden sei. Der Arbeitgeber könne auch auf den Rat von externen Beteiligten (zum Beispiel die Integrationsämter) zurückgreifen. Die Betriebsräte und der Betriebsarzt seien ebenfalls für ein Gelingen des Eingliederungsmanagements wichtig. Es sei darauf zu achten, dass die datenschutzrechtlichen Bestimmungen genau eingehalten würden.

Ein aktueller Beitrag, der die Systematik des betrieblichen Eingliederungsmanagements anschaulich und leicht verständlich darstellt. Die Schwerpunktsetzung innerhalb des Aufsatzes ist gelungen. Die Hintergrundinformationen aus der betrieblichen Praxis sind interessant und aufschlussreich.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


§ 167 SGB IX Prävention/Betriebliches Eingliederungsmanagement | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Behindertenrecht - Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation
Homepage: https://www.boorberg.de/3413888

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0059/0071


Informationsstand: 03.04.2006

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