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Bibliographische Angaben zur Publikation

Chronisch krank: Wenn die Nieren streiken


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Arbeitsgemeinschaft der deutschen Hauptfürsorgestellen


Quelle:

ZB Zeitschrift: Behinderte Menschen im Beruf, 2000, Heft 1, Seite 10-11, Wiesbaden: Universum, ISSN: 1433-4097


Jahr:

2000



Abstract:


In Deutschland fallen jährlich bei etwa 12.000 Menschen die Nieren fast vollständig aus. Geholfen werden kann mit einer Nierentransplantation oder mit Dialyse (Blutwäsche). Eine Dialyse-Behandlung ist körperlich stark belastend und sehr zeitaufwendig. Die Patienten müssen 18 Stunden wöchentlich für die Behandlung einrechnen. Daher erwägen viele chronisch Nierenkranke, ihre Berufstätigkeit aufzugeben und eine Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen. Der Verfasser rät hiervon ab, da für mehr als die Hälfte der Dialysepatienten die Wiederaufnahme der Berufstätigkeit drei bis sechs Monate nach Beginn der Behandlung möglich ist. Die Dialyse sei nur eine Zwischenstation zur Nierentransplantation. Nach einer Transplantation kann das ursprüngliche Leistungsvermögen zu 60 bis 80 Prozent wiederhergestellt werden.

Um den Arbeitsplatz zu erhalten, bieten der Technische Beratungsdienst und der Psychosoziale Fachdienst der Hauptfürsorgestelle Unterstützungsdienste an. So besteht die Möglichkeit, den Arbeitsplatz von einem Ingenieur der Hauptfürsorgestelle prüfen und nach dessen Vorschlägen entsprechend weiterentwickeln zu lassen. Auch die Krankenkassen unterstützen die Dialysepatienten. Sie gehen davon aus, dass ein Arbeitnehmer für die Zeit der Dialyse arbeitsunfähig ist. Daher zahlen sie den Betroffenen für den Ausfall von Arbeitsstunden, die für die Dialyse-Behandlung in Anspruch genommen werden, Krankengeld. So kann ein flexibles Arbeitszeitmodell geschaffen werden, das sowohl den Arbeitgebern als auch den Arbeitnehmern entgegen kommt. Eine weitere Möglichkeit, um die zeitliche Überbelastung von chronisch Nierenkranken zu reduzieren, ist die Einrichtung eines Tele- oder Heimarbeitsplatzes. Hierbei helfen die Hauptfürsorgestellen. Zwei Betroffene berichten über ihr Leben mit der Krankheit.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Menschen mit Nierenerkrankung am Arbeitsplatz | REHADAT-Gute Praxis




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


ZB Behinderung & Beruf (ZB online)
Homepage: https://www.integrationsaemter.de/ZB/258c62/index.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0055/2920


Informationsstand: 13.10.2000

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