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Bibliographische Angaben zur Publikation

Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz

Status quo, Kenntnisstand und Unterstützungsbedarf in KMU



Autor/in:

Amler, Nadja; Voss, Amanda; Wischlitzki, Elisabeth [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

ASU, 2019, 54. Jahrgang (Ausgabe 1), Seite 36-46, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2019



Link(s):


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Abstract:


Zielstellung:

Ziel des Beitrags ist die Untersuchung der aktuellen Situation, des Kenntnisstandes und des Informations- bzw. Unterstützungsbedarfs von Kleinst-, kleinen und mittleren Betrieben (KMU) auf dem Gebiet des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes.

Methoden:

Die dargestellte Studie basiert auf Daten der im Rahmen des Modellvorhabens 'Gesund arbeiten in Thüringen (GAIT)' zum Jahreswechsel 2017/2018 durchgeführten Arbeitgeberinnen- und Arbeitgeberbefragung. Die fragebogengestützte Erhebung war als Querschnittsstudie angelegt und wurde überwiegend online durchgeführt. Ergänzend wurden standardisierte Telefoninterviews geführt. Befragt wurden Thüringer Betriebe über alle Branchen und Betriebsgrößen hinweg. Die Daten wurden mittels deskriptiver Statistik in SPSS bzw. mit verschiedenen Methoden der quantitativen Sozialforschung ausgewertet.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse deuten auf eine unzureichende Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben im Rahmen des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie ein Wissens- bzw. Informationsdefizit seitens der Unternehmensleitungen hin. Zugleich scheint der Informations- bzw. Unterstützungsbedarf eher gering ausgeprägt zu sein. Die Kleinstbetriebe schnitten dabei in der Regel schlechter ab als die Betriebe mit 10-19, 20-49 respektive 50-249 Beschäftigten.

Die Ergebnisse im Hinblick auf den Informations- bzw. Unterstützungsbedarf sowie die Einschätzung der Bedeutung arbeitsmedizinischer bzw. sicherheitstechnischer Unterstützung lassen darauf schließen, dass für die Kleinstbetriebe eher Themen, die die Betriebe unmittelbar tangieren (wie zum Beispiel die Vermeidung von Arbeitsunfällen) wichtig sind. Themen wie Mutterschutz oder betriebliches Eingliederungsmanagement nehmen eine eher nachgeordnete Rolle ein.

Schlussfolgerung:

Vor allem die divergierenden Ergebnisse im Hinblick auf den Informations- bzw. Unterstützungsbedarf sowie die Einschätzung der Bedeutung arbeitsmedizinischer bzw. sicherheitstechnischer Unterstützung in den einzelnen Themenfeldern legen eine differenzierte Betrachtung der KMU bezüglich Ausgangslage, spezifischen Wünschen und Bedürfnissen nahe.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Implementation of relevant regulations concerning occupational safety and health

Status quo, level of knowledge and information and assistence needs in small and medium-sized enterprises (SME)

Abstract:


Objective:

The aim of this paper is to analyze the status quo, the level of knowledge and the information and assistance needs of small and medium-sized enterprises (SME) in the field of occupational safety and health.

Methods:

The present study is based on the employer survey conducted within the model project 'Working healthily in Thuringia' at the turn of the year 2017/2018, whereby a representative sample of Thuringian enterprises of all sizes and industry sectors was interviewed. The survey was designed as a cross-sectional study and was conducted online and by telephone. The data was analyzed by using descriptive statistics in SPSS® and/or various methods of quantitative social research.

Results:

Results indicate inadequate implementation of statutory occupational safety and health regulations, especially in small and medium-sized enterprises, as well as a knowledge deficit on the part of the management. Moreover, the need for information and assistance seems to be quite small. As a rule, micro enterprises performed worse than small and medium-sized enterprises.

Results in the context of information and assistance needs as well as the assessment of the importance of assistance from a company physician or an occupational safety specialist in certain areas indicate the special needs of micro enterprises in terms of hands-on solutions. For micro enterprises, issues such as avoidance of occupational accidents seem to be more important than maternity protection or company integration management.

Conclusion:

First and foremost, the diverging results in terms of information and assistance needs as well as the assessment of the importance of assistance from a company physician or an occupational safety specialist in individual areas suggest that SMEs take a different view with regard to initial situation as well as specific needs.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/
***Zu beziehen über Bibliotheken oder den Buch- und Zeitschriftenhandel***



Referenznummer:

R/ZS0026/0412


Informationsstand: 25.03.2019

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