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Bibliographische Angaben zur Publikation

Work Ability Index und Selbstwirksamkeitserwartung


Autor/in:

Heinrich, Christiane; Grünhagen, Matthias; Köhler, Matthias [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Gesundheitsförderung, 2017, Volume 12 (Issue 1), Seite 54-60, Berlin, Heidelberg: Springer Medizin, ISSN: 1861-6755 (Print); 1861-6763 (Online)


Jahr:

2017



Abstract:


Hintergrund:

Es verlassen zunehmend mehr Menschen den Beruf vorzeitig aufgrund psychischer Erkrankungen (zum?Beispiel Burnout). Gleichzeitig sinkt die Arbeitsfähigkeit des Personals mit dem Alter. Im Kontext des demografischen Wandels weisen diese beiden Punkte auf die Bedeutung der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) hin. Eine hohe allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) wird als Schutzfaktor gegenüber der Entwicklung eines Burnouts betrachtet. Maßnahmen, welche die allgemeine SWE und die Arbeitsfähigkeit verbessern, können somit als geeignete Maßnahmen zur Burnoutprophylaxe in der BGF gesehen werden.

Methoden:

161 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens im Gesundheitswesen wurden nach der Beantwortung und Rücksendung zweier Fragebögen (Skala zur SWE, 'Work Ability Index', WAI) in eine Interventions- (IG) und eine Kontrollgruppe (KG) eingeteilt. Die IG absolvierte arbeitsbegleitend ein sechsmonatiges Projekt mit Maßnahmen aus den Bereichen Bewegung, Entspannung, Kommunikation und Ernährung, während die KG ihrem normalen Arbeitsalltag nachging. Nach Beendigung der Maßnahmen beantworteten beide Gruppen die Fragebögen erneut. Es wurde für die Gesamtgruppe und unterteilt in Subgruppen berechnet, ob sich die Arbeitsfähigkeit und die allgemeine SWE verändert hatten.

Ergebnisse:

In die Auswertung gingen 116 Teilnehmer/innen ein (IG: n = 58, KG: n = 58). Bei den Teilnehmer/inne/n der IG zeigten sich sowohl beim WAI- als auch beim SWE-Wert signifikante positive Veränderungen (t0-t1). Ein Vergleich der beiden Gruppen untereinander ergab wiederum jeweils einen Unterschied bezüglich der Veränderung von to zu t1 des WAI- bzw. des SWE-Werts. Auch bezüglich der Subgruppen gab es Veränderungen. Bei den Männern verbesserten sich die WAI-Werte in der IG und auch im Vergleich zur KG, während bei den Frauen der SWE-Wert im Vergleich zur KG anstieg. Veränderungen zeigten sich auch in den Altersgruppen 40-49 Jahre (SWE und WAI) und ?50 Jahre (WAI).

Schlussfolgerungen:

Multidisziplinäre Maßnahmen in der BGF haben einen positiven Einfluss auf den WAI und auf die SWE und somit auch auf die Entwicklung eines Burnouts. Besonders bei den Teilnehmer/inne/n der beiden älteren Gruppen (40-49 und ?50 Jahre) ergaben sich positive Veränderungen, so dass darauf geschlossen werden kann, dass bei den älteren Teilnehmer/inne/n bezüglich der BGF viel Potenzial vorhanden ist.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Work Ability Index and the General Self-Efficacy Scale


Abstract:


Background:

An increasing number of employees retires early due to mental health problems (e.?g., burn out). At the same time the working ability of the employees declines with increasing age. Considering these two points in the context of demographic change, work place health promotion gains importance. A high self-efficacy awareness is considered a protective factor for the development of burn out. Thus, interventions designed to increase self-efficacy and work ability could prove to be eligible interventions for burn-out prevention.

Methods:

A total of 161 employees of a health care company participated in this study. After completing the work Ability Index (WAI) and the General Self-Efficacy (GSE) scale, they were assigned to one of two groups: an intervention group (IG) and a control group (CG). The IG completed a 6-month work accompanying project including interventions from the field of physical activity, communication, relaxation, and nutrition. The control group did not receive any interventions during this time. After the 6-month period both groups completed the two questionnaires again. Difference scores were used to analyze whether the two groups (and subgroups) changed concerning their working ability and their self-efficacy.

Results:

Data of 116 participants were included in the analysis (IG n = 58, CG n = 58). When comparing pre-post differences in the IG, our analysis showed that the IG improved significantly in both measures (t0 to t1). Our data also showed significant differences between the two groups. The difference from t0 to t1 was higher in the IG as compared to the CG in working ability as well as in self-efficacy score. Working ability of the male employees improved significantly in the IG and compared to the CG, while female employees in the IG showed a higher increase in the self-efficacy score as compared to the CG. When analyzing different age groups, our data showed also differences for the age groups 40-49 years (WAI, GSE) and ?50 years (WAI).

Conclusions:

The interdisciplinary project for work place health promotion had a positive impact on working ability and self-efficacy and therefore might also prove useful for burnout prevention. Our study showed that this effect was more pronounced for older employees implying that work place health promotion has a high potential especially for this age group.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Gesundheitsförderung
Homepage: https://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal...

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Referenznummer:

R/ZA8560


Informationsstand: 31.05.2017

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