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Bibliographische Angaben zur Publikation

Beruf und Riechen


Autor/in:

Fikentscher, R.; Seeber, Hans


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zeitschrift für die gesamte Hygiene und ihre Grenzgebiete, 1989, Band 34 (Heft 2), Seite 78-81, Berlin: Verlag Gesundheit, ISSN: 0049-8610


Jahr:

1989



Abstract:


Wegen der Hilfs- und/oder Schutzfunktion des Riechvermögens bei zahlreichen Tätigkeiten werden arbeitsplatzbezogene olfaktometrische Tauglichkeitsuntersuchungen gefordert. Riechstörungen im Arbeitsprozess entstehen durch Traumen, Überempfindlichkeiten, akute und chronische Intoxikationen, am häufigsten durch Stoffe unterschiedlicher chemischer und physikalischer Natur, die per inhalationem aufgenommen werden.

Sie unterscheiden sich nach ihrer Ausprägung (geringe Hyposmie bis Anosmie, Parosmie), Latenzzeit, Lokalisation (respiratorisch, epithelial, nerval, zentral) und Kombination mit anderen Störungen. Zur fachgerechten rhinologischen Untersuchung gehört die Beurteilung der Nasenschleimhaut, deren Schaden nicht immer mit der Riechstörung korreliert.

Eigene Untersuchungen an 475 Personen, die insgesamt 10 verschiedenen Stoffen beziehungsweise Stoffgruppen ausgesetzt waren, ergaben, dass neben toxischen Stäuben auch als ' nichttoxisch' eingestufte wie Kalziumkarbid, bei längerem Einwirken selbst unterhalb des MAK-Wertes zu Störungen der gesamten Nasenfunktion führen können. Die Behandlung beginnt mit der Beendigung der Exposition.

Die Gutachten stützen sich auf den klinischen Befund, eine standardisierte Riechprüfung, Anamnese mit Berufsanamnese und eine Arbeitsplatzanalyse. Die Höhe des Körperschadens für die einzelnen Störungsformen ist festgelegt und beträgt bei kompletter Anosmie 20 Prozent. Es wird erwartet, dass zunehmend mehr berufsbedingte Riechstörungen bekannt werden und zu beurteilen sind.

[Nachdruck]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Das Erscheinen der Zeitschrift wurde inzwischen eingestellt.

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Referenznummer:

R/ZA5638


Informationsstand: 01.01.1989

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