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Bibliographische Angaben zur Publikation

ICF-basierte Leistungsbeschreibungen Ergotherapie in der ambulanten Rehabilitation


Autor/in:

George, S.; Klier, Reimund


Herausgeber/in:

Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)


Quelle:

Das Gesundheitswesen, 2008, 70. Jahrgang (Heft 7), Seite A248, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0941-3790


Jahr:

2008



Abstract:


Hintergrund:

Die Anwendung der ICF im Rehabilitationsalltag ist nicht einfach, wenn über das ICF-Modell hinaus auch die Klassifikation verwendet werden soll. Dies erschwert die Nutzung der ICF als berufsgruppenübergreifender Sprache.

Fragestellung:

Um Ergotherapeut(inn)en die Anwendung der ICF zu erleichtern, hat der Deutsche Verband der Ergotherapeuten ICF-basierte Leistungsbeschreibungen entwickelt - zunächst nur für die ambulante Rehabilitation.

Methoden:

Anhand einer Befragung von ErgotherapeutInnen und der BAR-Rahmenempfehlungen definierte eine Projektgruppe 2006 zunächst Anforderungen an die Leistungsbeschreibungen, etwa die ergotherapeutischen Modelle zur Auswahl relevanter ICF-Kategorien sowie die Anwendung der Klassifikation Therapeutischer Leistungen (KTL).

Die ersten Entwürfe wurden den DVE-Fachkreisen zur Überprüfung vorgelegt. Um auch Hinweise aus der Fachöffentlichkeit zu berücksichtigen und die spätere Implementierung zu fördern, erfolgte 2007/08 außerdem die Vorstellung in Publikationen und auf Kongressen.

Ergebnisse:

Bereits veröffentlicht oder in Druck sind Leistungsbeschreibungen für die ambulante neurologische, muskuloskeletale, geriatrische, onkologische, kardiologische und psychische/psychosomatische Rehabilitation. Jede Leistungsbeschreibung ist gegliedert in einen allgemeinen Teil mit Ausführungen zu Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität sowie in detaillierte Leistungsbeschreibungen, das heißt Indikationen für Ergotherapie mit dazu gehörigen möglichen Therapiezielen und Leistungen.

Indikationen und Ziele sind nach ICF codiert. Jede Leistungsbeschreibung enthält 110-140 Indikationen. Der Übersicht halber sind diese wiederum in 30-40 Indikations-Gruppen zusammengefasst, die jeweils ähnliche Therapieziele und Maßnahmen erfordern.

Diskussion:

Ersten Reaktionen zufolge scheinen die Leistungsbeschreibungen die Anwendung der ICF in Berufspraxis und Ausbildung zu vereinfachen. Andererseits könnten sie eventuell zu unangemessenen Vereinfachungen bei Zielformulierungen im Einzelfall führen. Deshalb erscheint es wichtig, die Implementierung engmaschig zu begleiten und die Leistungsbeschreibungen bei Bedarf anhand der so gesammelten Erfahrungen noch weiter zu entwickeln.

[Kongressbeitrag]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Das Gesundheitswesen
Homepage: https://www.thieme.de/de/gesundheitswesen/profil-1875.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA3995


Informationsstand: 26.02.2010

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