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Bibliographische Angaben zur Publikation

Fibromyalgie und somatoforme Schmerzstörung im Rentenprozess

Beobachtungen aus der sozialgerichtlichen Praxis



Autor/in:

Knipping, Alex


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Nervenheilkunde, 2004, 23. Jahrgang (Heft 10), Seite 572-576, Stuttgart: Schattauer, ISSN: 0722-1541


Jahr:

2004



Abstract:


Mit Änderung des Rentenrechts zum 01.01.2001 wurden an die Stelle der Berufs- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeitsrente die Renten wegen teilweiser beziehungsweise voller Erwerbsminderung gesetzt. Bei der somatoformen Schmerzstörung und der Fibromyalgie ist eine quantitative Leistungseinschränkung durch ein Gutachten schlüssig zu begründen, da zumeist messbare objektive Befunde nicht vorhanden sind.

Bei Auswertung angefallener Rentenfälle über ein halbes Jahr tritt hinsichtlich der Diagnosestellung dieser Störungen ein deutlich höherer Anteil von aus südosteuropäischen Ländern stammenden Arbeitnehmern hervor. Gerade Frauen aus diesem Kulturkreis drücken psychische Befindlichkeitsstörungen häufig über Schmerzen aus. Für die richterliche Beurteilung wären klare gutachterliche Kriterien sowie auch einheitliche Konzepte für Diagnostik, Begrifflichkeit und Therapie der genannten Erkrankungen wünschenswert.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Fibromyalgia and somatoform pain conditions in pension lawsuits


Abstract:


With the amendment of the German Pensions Act on 2001/ 01/ 01, pensions were changed from occupational or permanent disability benefits to pensions that take into account partial or complete disability. Expert reports on somatoform pain conditions and fibromyalgia must provide conclusive grounds for quantifying functional impairment because objective findings can rarely be measured.

Analysis of the diagnoses cited in pension cases accumulated over a period of six months clearly show a higher proportion of claims by employees stemming from southeast European countries. In particular, women from this culture group frequently express emotional mood disorders as pain. Clear expert reporting criteria and standardised concepts for diagnosis, conceptuality and therapy of the above-mentioned disorders would be desirable for judicial evaluation.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Nervenheilkunde
Homepage: https://www.thieme.de/de/nervenheilkunde/profil-120264.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA2440


Informationsstand: 22.02.2005

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