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Bibliographische Angaben zur Publikation

Somatoforme Störungen und Frühberentung

Eine empirische Evaluation der Begutachtungspraxis und Risikofaktoren



Autor/in:

Stadtland, Cornelius; Schütt, S.; Nedopil, Norbert [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Nervenheilkunde, 2004, 23. Jahrgang (Heft 10), Seite 567-571, Stuttgart: Schattauer, ISSN: 0722-1541


Jahr:

2004



Abstract:


Somatoforme Störungen führen häufig zu Frühberentungen. Ziel der Arbeit war es, prognostisch relevante Risikofaktoren einer frühzeitigen Berentung zu ermitteln. Hierfür wurden die Daten von 226 Gutachtenprobanden retrospektiv mit Hilfe von 73 aus einer Literaturanalyse gewonnenen Items ausgewertet. Die Ergebnisse wurden mittels telefonischer Nachbefragung von 100 Probanden, die ihr schriftliches Einverständnis gaben, nach einem durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 4.8 Jahren ermittelt.

Nur wenige Faktoren konnten signifikant eine frühere Berentung voraussagen. Später tatsächlich berentete Probanden waren vor allem älter, beruflich weniger motiviert und sie wurden häufiger von ihren Arbeitgebern in dem Wunsch nach Frühberentung unterstützt. Auch schätzten sie ihre Gesundheit negativer ein und fühlten sich weniger leistungsfähig. Unsere Daten unterstützen ein bio-psycho-soziales Erklärungsmodell von frühzeitiger Berentung bei Patienten mit funktionellen körperlichen Störungen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Risk factors of invalidity in somatoform disorders


Abstract:


There exists a high risk that patients suffering from a somatoform disorder will be awarded a disability pension. The aim of the study was to identify the prognostic risk factors. The data of 226 subjects suffering from somatoform disorders was analyzed retrospectively using 73 factors which were derived from a literature search. The outcome was achieved by evaluating interviews with 100 participants, who had given their informed consent, over a mean follow up period of 4,8 years.

Only a few factors correlated with the subsequent awarding of a disability pension. The individuals who had been awarded for a disability pension were older, less motivated regarding their job and their application for a disability pension was more often supported by their employers. Their attitudes were generally more pessimistic and they felt less capable than non-pensioned off subjects. Our data supports a bio-psycho-social model of the awarding of disability pensions in functional somatic syndromes.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Nervenheilkunde
Homepage: https://www.thieme.de/de/nervenheilkunde/profil-120264.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA2439


Informationsstand: 22.02.2005

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