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Bibliographische Angaben zur Publikation

Fahreignung und psychische Störungen


Autor/in:

Afflerbach, Till; Ebner, Gerhard; Dittmann, Volker


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Schweizerisches Medizin-Forum, 2004, 20. Jahrgang (Heft 4), Seite 701-706, Basel: EMH Schweizerischer Ärzteverlag AG, ISSN: 1424-3784 (Print); 1424-4020 (Online)


Jahr:

2004



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Abstract:


Bei schwereren Verläufen depressiver Erkrankungen, allen Formen bipolarer Zustandsbilder und bei schizophrenen Störungen ist die Fahreignung nicht gegeben. Nach Abklingen der akuten Krankheitsphase sind je nach Art und Schweregrad der Erkrankung unterschiedliche Fahrkarenzfristen einzuhalten.

- Eine Beeinträchtigung der Fahreignung resultiert am häufigsten aus dem missbräuchlichen oder verkehrsrelevanten Konsum psychotroper Substanzen (vor allem Alkohol).

- Medikamente mit sedierender Wirkung, hier ist vor allem an Sedativa (zum Beispiel Benzodiazepine), sedierende Antipsychotika und Antidepressiva zu denken, können vorübergehend die Fahreignung beeinträchtigen. Die kontinuierliche Therapie einer psychischen Erkrankung, welche die Fahreignung einschränkt, wirkt sich auf die verkehrsmedizinische Beurteilung insgesamt jedoch günstig aus.

- Unter verkehrsmedizinischen Gesichtspunkten ist der Einsatz nicht sedierender Substanzen zu bevorzugen (zum Beispiel atypische Antipsychotika, SSRI-Antidepressiva).

- Eine mögliche Beeinträchtigung der Fahreignung durch Medikamente sollte nach Erstverordnung oder Dosiserhöhung eines Präparates über einen ausreichenden Zeitraum (einige Wochen) hinweg beobachtet werden.

- Die Aufklärung bezüglich einer möglichen Beeinträchtigung der Fahreignung durch psychische Krankheit oder durch Arzneimittelwirkungen dient der Information des Patienten und der forensischen Absicherung des behandelnden Arztes. Durchführung und Inhalte des Aufklärungsgespräches sind in der Krankengeschichte zu dokumentieren.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Schweizerisches Medizin-Forum
Homepage: https://medicalforum.ch/

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Referenznummer:

R/ZA2307


Informationsstand: 29.11.2004

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