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Bibliographische Angaben zur Publikation

Veränderung der beruflichen Situation nach einer Tumorerkrankung

Empirische Studie zur beruflichen Rehabilitation



Autor/in:

Weis, Joachim; Koch, Uwe; Geldsetzer, Micheline


Herausgeber/in:

Schweizerische Gesellschaft für Sozial- und Präventivmedizin


Quelle:

Sozial- und Präventivmedizin - Social and Preventive Medicine, 1992, 37. Jahrgang (Heft 2), Seite 85-95, Basel: Birkhäuser, ISSN: 0303-8408 (Print); 1420-911X (Online)


Jahr:

1992



Abstract:


In den letzten Jahren gewinnt die Frage der beruflichen Integration nach einer Tumorerkrankung immer mehr an Bedeutung, wenngleich die Literaturanalyse zeigt, dass der Themenbereich in der Forschung vor allem in deutschsprachigen Ländern vernachlässigt wurde. In der vorliegenden Studie wird die Frage der beruflichen Integration und Veränderung der beruflichen Situation infolge der Tumorerkrankung untersucht.

Mit einem selbst entwickelten Fragebogen wurden 380 ehemalige Patienten einer Universitätsklinik mit unterschiedlichen Tumordiagnosen zu ihrer Behandlung und medizinischen Rehabilitation, zu ihren momentanen körperlichen und beruflichen Beeinträchtigungen, ihrer Beurteilung des bisherigen Rehabilitationserfolgs, ihren derzeitigen beruflichen Problemen und zu den beruflichen Veränderungen infolge der Tumorerkrankung befragt. Wie die Ergebnisse zeigen, kehrte mehr als ein Drittel in den Beruf zurück, wobei oft die Arbeitszeit reduziert oder der Arbeitsplatz gewechselt wurde.

Vor allem ältere Patienten mit schlechterer Prognose wurden frühberentet. Spezifische Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation spielten keine Rolle, wohingegen Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation mit großen diagnosegruppenspezifischen Unterschieden wahrgenommen wurden.

Die Rückkehr an den Arbeitsplatz wird insbesondere durch das Alter, die Tumordiagnose, die Prognose und die Art der beruflichen Tätigkeit bestimmt. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der speziellen Probleme psychosozialer Rehabilitation bei Krebskranken diskutiert.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Changes in occupational status following cancer

An empirical study on occupational rehabilitation

Abstract:


The importance of vocational integration has increased during the last years, whereas an analysis of the literature shows, that research in this field has been neglected especially in german speaking countries.

This study investigates the situation and the problems of vocational integration after cancer. 380 former patients with different diagnoses treated in a university medical center have been asked by a self developed questionnaire for their experiences in treatment and medical rehabilitation, their actual impairment in physical and vocational functioning, their estimation of rehabilitation success, their actual employment problems and the changes of job conditions due to cancer.

As the results show, more than one third of the sample returned to work often reducing working time or changing their job. Especially older patients with worse prognoses have been retired early. Special programs of vocational rehabilitation are not used by patients we examined, whereas programs of medical rehabilitation are used showing great differences between diagnostic groups.

The return to work is influenced by age, tumor localisation, prognosis and the former status in job. The results are discussed with regard to the problems of psychosocial rehabilitation of cancer patients.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Zeitschrift fand 2006 ihre Fortsetzung in der Zeitschrift
International Journal of Public Health
Homepage: https://link.springer.com/journal/38

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Referenznummer:

R/ZA1824


Informationsstand: 14.04.2004

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