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Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufliche Belastungserprobung als integrierter Bestandteil der verhaltenstherapeutisch-psychosomatischen Rehabilitation

Theoretische Konzepte, real existierende Patienten und multiple Schnittstellen



Autor/in:

Hillert, Andreas; Staedtke, Daniel; Cuntz, U.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 2002, 15. Jahrgang (Heft 58), Lengerich: Pabst Science Publishers, ISSN: 0933-842X


Jahr:

2002



Abstract:


Die Mehrzahl stationär behandelter psychosomatischer Patienten berichtet über erhebliche berufliche Probleme, wobei sich diese und die Symptomatik oft wechselweise negativ beeinflussen. Ungeachtet dessen wird der Arbeitsbereich bislang von Patienten wie Therapeuten oft nicht systematisch in die Therapie einbezogen. Zusätzlich zu den institutionellen bestehen somit erhebliche, den Erfolg von Rehabilitationsmaßnahmen belastende konzeptuelle Schnittstellen.

Berufsbezogene Therapieangebote, etwa die Berufliche Belastungserprobung (BE), bieten sich als Brücke zwischen stationärem Setting und beruflicher Realität an.

Untersuchungen zu den Voraussetzungen und Problemen der klinischen Anwendung berufsbezogener Therapieangebote ergaben:
1) Psychosomatische Patienten unterscheiden sich hinsichtlich berufsbezogener Werte nicht von einer parallelisierten gesunden Bevölkerungsstichprobe, wohl aber in Bezug auf die diesbezügliche Zufriedenheit. Mangelnde Berufsmotivation scheidet als globales Argument für das Scheitern von Rehabilitationsmaßnahmen aus.
2) Hinsichtlich der BE-Indikation stimmen Therapeuteneinschätzung und operationalisierte Fragebogenauswertungen kaum überein. Evidenzbasierte Indikationskriterien für berufsbezogene Therapieangebote gibt es bislang nicht.
3) Eine erhebliche Diskrepanz zwischen Fremd- und (negativerer) Selbsteinschätzung arbeitsbezogener Parameter ist für Untergruppen (etwa Patienten mit Rentenwunsch) charakteristisch. Sich hieraus ergebende gutachterliche wie therapeutische Probleme sowie die Notwendigkeit multipler Kriterien zur Wirksamkeitserfassung berufsbezogener Therapieangebote werden diskutiert.

[Kurzzusammenfassung]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Praxis Klinische Verhaltensmedizin & Rehabilitation
Homepage: https://www.psychologie-aktuell.com/index.php?id=praxis

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Referenznummer:

R/ZA1216


Informationsstand: 04.04.2006

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