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Bibliographische Angaben zur Publikation

Der Work Ability Index (WAI)

Ein Instrument zur Bewertung und Förderung der Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)


Quelle:

Amtliche Mitteilungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2003, Heft 2, Seite 8-9, Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, ISSN: 0177-3062


Jahr:

2003



Abstract:


Der Work ability index basiert auf einer Befragung der Arbeitnehmer zu ihrer Arbeitsfähigkeit. Er soll die psychische und physische Verausgabung eines Arbeitnehmers bei der bisherigen Arbeit erfassen und eine Einschätzung der persönlichen Arbeitsfähigkeit erlauben. Eindeutige Beziehungen zwischen WAI und dem Alter und zwischen WAI und Parametern der Testbatterie waren für die untersuchte Population nicht nachweisbar.

Die vorgestellten Methoden bilden unterschiedliche Aspekte der Arbeits- beziehungsweise Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern ab. Hinsichtlich eines praktischen Einsatzes der Methoden wäre zum Beispiel denkbar, dem Beschäftigten nach einer WAI-Befragung gegebenenfalls eine weitere Diagnostik mit den in der Testbatterie enthaltenen Methoden anzubieten. Auf Basis dieser Ergebnisse können dann gezielte Maßnahmen zur Förderung der individuellen Arbeits- und Leistungsfähigkeit empfohlen werden.

Der WAI wird mittels eines Fragebogens mit sieben Fragekomplexen (Items) ermittelt; die Antworten erfolgen im Rahmen einer Punkteskala.

Die Items beziehen sich auf:
1) die Arbeitsfähigkeit im Vergleich zu der besten jeweils erreichten,
2) auf die Arbeitsfähigkeit in bezug auf die Bewältigung der aktuellen Arbeitsanforderungen,
3) die Anzahl der aktuellen, vom Arzt diagnostizierten Erkrankungen,
4) die geschätzte Beeinträchtigung der Arbeit als Folge der Erkrankungen,
5) auf den Krankenstand während des letzten Jahres,
6) auf die eigene Vorhersage der Arbeitsfähigkeit in den nächsten 2 Jahren und auf
7) die mentale Ressourcen zur Bewältigung der Arbeitsanforderungen.

Entsprechend der erreichten Punktzahl wird die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten als sehr gut, gut, mäßig oder schlecht bewertet.

Wissenschaftler aus Finnland, den Niederlanden, Österreich und Deutschland diskutierten über die Anwendung des Arbeitsbewältigungsindex (Work Ability Index - WAI) für die Analyse der Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten als Voraussetzung für gezielte Präventionsmaßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Arbeitsfähigkeit mit zunehmendem Lebensalter.

Im Rahmen zahlreicher Studien hat sich gezeigt, dass der WAI geeignet ist, die physische und psychische Beanspruchung durch die Arbeit zu untersuchen und Aussagen zum Gesundheitszustand und zu Leistungsreserven des Arbeitnehmers zu treffen. Der Einsatz der WAI als Instrument zum Erkennen von Risiken für ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben und zum Erkennen von Ressourcen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit einzelner Arbeitnehmer oder Gruppen von Beschäftigten (Arbeitsgruppen, Abteilungen) stellt damit einen Beitrag zur Erhöhung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Unternehmen dar.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


baua: Aktuell
Homepage: https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Aktuell/Aktuel...

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Referenznummer:

R/ZA1136


Informationsstand: 24.11.2003

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