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Bibliographische Angaben zur Publikation

EBBA - Evaluation Beruflicher Belastungen am Arbeitsplatz

Entwicklung, Validierung und Anwendung



Sammelwerk / Reihe:

Schriften zur Arbeits-, Betriebs- und Organisa­tions­psycho­logie, Band 83


Autor/in:

Bibow, Andrea


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Hamburg: Kovac, 2017, 200 Seiten, ISBN: 978-3-8300-9658-0


Jahr:

2017



Abstract:


Die Grundlage der Arbeit bildet das Screening-Instrument EBBA (Evaluation beruflicher Belastungen am Arbeitsplatz). Dieses wurde nach der Entwicklung und Überarbeitung konvergent validiert und in drei verschiedenen Stichproben eingesetzt. Es herrscht eine große Nachfrage nach wissenschaftlichen Instrumenten zur Erhebung des Stresserlebens und der wahrgenommenen Stressbelastung.

Dies ist einerseits durch die derzeitige gesellschaftliche Situation, beispielsweise die demografische Entwicklung und die (vermeintliche) Zunahme belastungsbedingter Erkrankungen, begründet. Andererseits schreibt das Arbeitsschutzgesetz die Erfassung und Bewältigung psychischer Belastungen für jeden Arbeitgeber vor. Es existieren zwar bereits einige Verfahren, die diesen Zweck erfüllen können. Mehrheitlich sind sie jedoch sehr umfangreich und damit nicht ökonomisch oder alternativ hinsichtlich ihres Einsatzgebietes und/oder der erhobenen Faktoren sehr eingeschränkt.

EBBA basiert auf unterschiedlichen Theorien. In die Entwicklung flossen zum Beispiel das Anforderungs-Kontroll-Modell (Karasek, 1979) und das Modell der beruflichen Gratifikationskrise (Siegrist, 1996) ein. Den ersten Schritt des Validierungsprozesses bildete die Inhaltsvalidierung in einer Expertenrunde. Auf Basis jener entstand ein vorläufiges Screening-Instrument, das anhand des Copenhagen Psychosocial Questionnaire und des Work Ability Index konvergent validiert wurde.

Im Anschluss erfolgte zunächst die Überarbeitung des Screenings, daran anschließend die Konstruktvalidierung. EBBA umfasst in der finalen Version 20 Items, die vier Bereichen zugeordnet sind, die das Stresserleben beeinflussen. Trotz dieser Kürze weist EBBA eine beeindruckende interne Konsistenz auf, ist objektiv und äußert valide i.S. der konvergenten Validierung. Die Konstruktvalidierung deutet in den Ergebnissen weiteren Forschungs­bedarf an. Die zum jetzigen Zeitpunkt vorliegende vorläufige Version von EBBA verspricht nach weiteren Bearbeitungen ein globales Maß für die aktuelle wahrgenommene Stresssituation einer Person in Form einer Selbstbeurteilung zu werden.

Einschränkend sei darauf hingewiesen, dass die Normierung und auch die Überprüfung bspw. der Retestreliabilität ausstehen. Dennoch wird der Einsatz von EBBA zu weiteren Forschungszwecken empfohlen, um zukünftig ein wissenschaftlich fundiertes Bild der Stressbelastung einer Person erhalten zu können und die Weiterentwicklung des Screenings voranzutreiben.

[Aus: Verlagsinformation]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Abstract:


The paper presents the screening tool EBBA (Evaluation of work pressures at work). After its development and revision, it was validated in a convergent way using three different samples.

In general, there is a strong demand for scientific instruments measuring stress-experiences. One of the reasons to develop EBBA refers to the current social situation, e.g. the demographic development and the (presumed) increase of stress-related diseases. In addition, the German working condition act prescribes the recording and the accomplishment of psychological stress for every employer. While there are several measuring methods, most of them are either comprehensive procedures or they are limited due to their area of application and/or due to the identifiable factors. Furthermore, some of the existing methods don't quite satisfy scientific requirements.

EBBA is based on different theories as for example, the Job-Demand-Control-Model (Karasek, 1979) and the Effort-Reward-Imbalance-Model (Siegrist 1996). The content validation by a group of experts was the first step of the validation study resulting in a provisional screening-instrument. It was convergently validated using the Copenhagen Psychosocial Questionnaire and the Work Ability Index‘. Based on the validation mentioned above the screening tool has been revised and construct validated. The final version of EBBA contains 20 items, which belong to four different areas, which again affect stress-experiences. Despite its shortness, EBBA boasts a remarkable internal consistency. Furthermore, it is objective and rather valid in terms of the convergent validation.

The results of the construct validation indicate a promising approach to a new screening tool although there is further need for research. Now, EBBA depicts a global measurement for the current perceived stress situation of a person by self-assessment. However, the standardization and review of, for instance, the retest reliability is pending. Nevertheless, further research of EBBA is recommended. It would support the development of the screening, resulting in a sufficient picture of the stress level of a person based on scientific facts.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Verlag Dr. Kovac
Homepage: https://verlagdrkovac.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV8458


Informationsstand: 20.07.2017

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