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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die berufliche Rehabilitation Behinderter in der ehemaligen DDR

Erfahrungen aus einem studentischen Erkundungsprojekt an der Gesamthochschule Kassel



Sammelwerk / Reihe:

Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Band 15


Autor/in:

Lange, Matthias; Nau, Kurt; Reinold, Elke [u. a.]


Herausgeber/in:

Gesamthochschule-Universität Kassel


Quelle:

Kassel: Eigenverlag, 1993, 151 Seiten, ISBN: 3-88122-729-6


Jahr:

1993



Abstract:


Ziel des Erkundungsprojektes war es, einen möglichst umfassenden Überblick über die berufliche Rehabilitation in der DDR zu bekommen, die Schwierigkeiten der bisherigen und neugegründeten Rehabilitationseinrichtungen infolge der Vereinigung Deutschlands kennenzulernen und die Unterschiede des Rehabilitationssystems zwischen den beiden deutschen Staaten zu dokumentieren.

Hierzu wurden bei mehreren Exkursionen in Ostdeutschland Gespräche mit drei Behinderten sowie den Leitern und dem Personal verschiedener Rehabilitationsinstitutionen geführt. Es wird festgestellt, dass die berufliche Rehabilitation in der DDR ihren Schwerpunkt auf die betriebliche Eingliederung Behinderter setzte. Neben geschützten Arbeitsplätzen in Betrieben und geschützten Betriebsabteilungen bestanden geschützte Werkstätten zur beruflichen Ausbildung und Beschäftigung sowie Rehabilitationszentren zur medizinischen Versorgung und beruflichen Wiedereingliederung. Durch die Wiedervereinigung gingen viele der Arbeitsplätze für Behinderte verloren.

Die Übernahme des gegliederten Systems der beruflichen Rehabilitation der Bundesrepublik brachte im Bereich der Behindertenwerkstätten eine Reihe von Problemen. Die dort Beschäftigten waren in der DDR Bedienstete des Staates. Heute sind häufig konfessionelle Träger die Arbeitgeber. 'Einher gehen damit für die Beschäftigten ein Fortfall des Mitbestimmungsrechts, ein Verlust des Arbeitsplatzes bei fehlender Zugehörigkeit zur jeweiligen Glaubensrichtung und Einschränkungen im Privatleben.' Die Autoren plädieren deshalb abschließend für eine stärkere Berücksichtigung nicht konfessionell gebundener Träger und eine Unterstützung der Autonomie der Rehabilitanden.

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Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerk / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Universitätsbibliothek Kassel
Homepage: https://www.uni-kassel.de/ub/

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Referenznummer:

R/NV7789


Informationsstand: 18.03.2004

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