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Bibliographische Angaben zur Publikation

Körperlich harte Arbeit: So beurteilen die Beschäftigten ihre Belastungen

Ergebnisse einer Sonderauswertung der Repräsentativumfrage zum DGB-Index Gute Arbeit 2018



Sammelwerk / Reihe:

DGB-Index Gute Arbeit


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Institut DGB-Index Gute Arbeit


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2019, 16 Seiten: PDF


Jahr:

2019



Link(s):


Link zur Sonderauswertung (PDF, 4 MB).


Abstract:


In der Sonderauswertung 'Körperlich harte Arbeit' stehen ungünstige Körperhaltungen sowie körperlich schwere Arbeit im Fokus. Die Analyse basiert auf den Daten der Repräsentativumfrage zum DGB-Index Gute Arbeit 2018, mit mehr als 8.000 Befragten. Gegenstand der Auswertung ist die Verbreitung von Be- und Entlastungsfaktoren sowie Zusammenhänge mit dem Gesundheitszustand und der Arbeitsfähigkeit.

Die Ergebnisse zeigen, dass körperliche Belastungen für viele Beschäftigte nach wie vor zum beruflichen Alltag gehören. Insgesamt leisten 30 Prozent aller Beschäftigten körperlich schwere Arbeit (zum Beispiel Lasten heben, tragen oder stemmen) und 52 Prozent arbeiten sehr häufig oder oft in ungünstigen Körperhaltungen (zum Beispiel im Sitzen, Stehen oder gebückt). Das betrifft Berufsgruppen in der Landwirtschaft, auf dem Bau und in der Produktion, aber auch viele Dienstleistungsberufe, zum Beispiel in der Pflege oder im Verkauf.

Die meisten der körperlich schwer Arbeitenden sind mehrfach belastet. Entweder weil gleich mehrere körperliche Belastungsarten vorliegen, oder weil zusätzlich noch psychische Belastungen (zum Beispiel respektloses Verhalten, Konflikte und Streitigkeiten) auftreten. Auffällig ist zudem, dass körperlich schwere Arbeit überproportional mit Leiharbeit, Schicht- und Nachtarbeit, hoher Arbeitsintensität sowie geringer Entlohnung verbunden ist.

Die starke körperliche Beanspruchung hängt sowohl mit der Einschätzung der eigenen Gesundheit als auch mit der Bewertung der zukünftigen Arbeitsfähigkeit zusammen. Je häufiger körperlich schwer gearbeitet wird, desto schlechter werden der eigene Gesundheitszustand und die zukünftige Arbeitsfähigkeit eingeschätzt.

Für eine gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung sind Entlastungsmöglichkeiten (zum Beispiel durch zusätzliche Pausen oder Tätigkeitswechsel) von großer Bedeutung. Bei ausreichenden Entlastungsmöglichkeiten unterscheidet sich der Gesundheitszustand zwischen körperlich und nicht-körperlich hart Arbeitenden nur wenig. Die Mehrheit der Beschäftigten geht davon aus, dass sich ihr Gesundheitszustand durch eine präventive Arbeitsgestaltung verbessern ließe.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Institut DGB-Index Gute Arbeit
Homepage: https://index-gute-arbeit.dgb.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV5675x18S


Informationsstand: 22.10.2019

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