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Bibliographische Angaben zur Publikation

Eine Uni für alle - Studium und Behinderung: Chancengleichheit für Studierende mit Behinderung an Hochschulen

Projektbericht und Leitfaden zur Umsetzung des Potsdamer Modellprojekts zur Qualifizierung von ErstsemestertutorInnen an anderen Hochschulen



Autor/in:

Beier, Christoph; Bürger, Inna


Herausgeber/in:

Deutsches Studentenwerk (DSW)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, Online-Ressource, 2010, 49 Seiten


Jahr:

2010



Link(s):


Link zu dem Projektbericht (PDF, 707 KB).


Abstract:


[Vorwort:]

Weg mit den Barrieren in den Köpfen!

Diesem Leitmotiv fühlt sich das Projektteam 'Eine Universität für alle' um Frau Dr. Irma Bürger, der Beauftragten für die Belange behinderter und chronisch kranker Studierender der Uni Potsdam, besonders verpflichtet. Denn noch immer finden viele Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit - immerhin acht Prozent der Immatrikulierten - keine chancengleichen Studienbedingungen an ihren Hochschulen vor. Da fehlen elektrische Türöffner im Seminargebäude für Rollstuhlnutzer. Da ist es schwierig, individuelle Studienpläne für eine Dialysepatientin zu verabreden. Da werden die notwendigen Studienassistenzen für eine blinde Studentin erst nach vier Semestern bewilligt.

Wer sich als Mitglied einer Hochschule für den Abbau dieser Barrieren einsetzt, stellt bald fest, dass die größten Barrieren in den Köpfen der Menschen selbst sitzen. Mangelnde Kenntnisse, fehlende Vorerfahrungen und eine Portion Phantasielosigkeit führen häufig dazu, dass die besonderen Belange behinderter und chronisch kranker Studierender nicht (an)erkannt werden und die Leistungsfähigkeit der Studierenden falsch eingeschätzt wird. Um diese Wissensdefizite zu reduzieren und Berührungsängste abzubauen, hat das Potsdamer Projektteam unter der Leitung von Frau Dr. Irma Bürger einen Qualifizierungsbaustein entwickelt, der Studierende in 90 Minuten mit wesentlichen Aspekten zum Thema Chancengleichheit im Studium vertraut macht.

Die ausgebildeten Tutoren und Tutorinnen geben anschließend ihre Kenntnisse an die von ihnen betreuten Erstsemester weiter und werden auf diese Weise zu Botschaftern in Sachen Chancengleichheit. Das Qualifizierungsmodul ist mittlerweile zum festen Bestandteil der Erstsemester-Tutorenausbildung der Uni Potsdam geworden und damit als Keimzelle für einen konstruktiven Umgang mit Vielfalt erfolgreich in der Hochschule verankert.

Ich bin der Meinung: Dieses Projekt sollte kopiert und weiterentwickelt werden! Denn ich wünsche mir ähnliche Projekte an anderen Hochschulen nicht nur für Studierende, sondern auch für Wissenschaftler und Verwaltungsmitarbeiter, um auf diesem Wege sukzessive eine Kultur der Antidiskriminierung in den Hochschulen zu etablieren. Das finden die Potsdamer Kolleginnen und Kollegen auch und haben ihre Planungsunterlagen, die Literaturliste, Ablaufpläne, praktische Hinweise zur erfolgreichen Umsetzung und den Projektbericht für interessierte Nachahmer zusammengestellt. Vielen Dank dafür.

Wir freuen uns, dass das BMBF die finanziellen Mittel für die Publikation bereit gestellt hat und dass wir als Deutsches Studentenwerk durch die Begleitung des Modellprojekts zum Gelingen beitragen konnten.

Ihr Achim Meyer auf der Heyde


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsches Studentenwerk (DSW)
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Homepage: https://www.studentenwerke.de/de/behinderung

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV5539


Informationsstand: 25.10.2010

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