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Bibliographische Angaben zur Publikation

Stehend K.O.? Wenn Arbeit durchgestanden werden muss …


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA); Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)


Quelle:

Dortmund: Eigenverlag, 2008, 2. Auflage, 41 Seiten, ISBN: 978-3-88261-629-3


Jahr:

2008



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Link zu der Veröffentlichung (PDF | 651 KB)


Abstract:


Noch vor hundert Jahren mussten Straßenbahnführer ihre Arbeit stehend erledigen - man glaubte, dass ein sitzender Fahrer einschlafen und Unfälle verursachen könnte. Zwar hat das Fahrpersonal mittlerweile Platz genommen (und damit neue Probleme bekommen), aber immer noch müssen einige hunderttausend Beschäftigte ihren Arbeitstag im Wortsinne durchstehen. Gesund ist das nicht, wie die überdurchschnittliche Beteiligung von Stehberufen am Arbeitsunfähigkeitsgeschehen nachdrücklich unterstreicht. Untersuchungen zeigen, dass dauerndes Stehen den menschlichen Organismus einseitig belastet und für zahlreiche Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sowie des Muskel-Skelett-Apparates verantwortlich ist.

Damit sind die Folgen des Dauerstehens ähnlich denen des Dauersitzens. Insofern beantwortet sich zum Teil auch die Frage nach Lösungsmöglichkeiten für Stehberufe: Es kann nicht darum gehen, aus den Dauerstehern Dauersitzer zu machen - wer möchte schon den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Gesucht sind vielmehr Konzepte, die Arbeit bewegender machen und damit die Beschäftigten aus den Zwangshaltungen befreien - sei es Dauerstehen oder auch Dauersitzen.

Die Broschüre zeigt, warum das Stehen dem Menschen so schlecht ansteht und warum man sich nicht daran gewöhnen kann - Übung macht hier nämlich keine Meister, sondern nur krank! Darüber hinaus werden Möglichkeiten vorgestellt, wie man Beschäftigte in Stehberufen entlasten und die Arbeit insgesamt gesünder, menschengerechter und produktiver gestalten kann. Dabei möchte die Broschüre nicht nur die Unternehmen ermutigen, sich Gedanken über die Dauersteher in ihren Betrieben zu machen, angesprochen sind auch die Beschäftigten. Unter dem Stichwort 'individuelle Prävention' werden Wege aufgezeigt, wie jede und jeder Einzelne etwas dafür tun kann, die negativen Folgen lang andauernden Stehens zumindest zu verringern.

Dennoch sei an dieser Stelle betont: Die individuelle Prävention ist die zweitbeste Lösung, sie kann nur die Symptome lindern. An erster Stelle muss deshalb die Verringerung des Stehanteils bei der Arbeit stehen. Nur so lassen sich die Qualität der Arbeit verbessern und Wohlbefinden und Gesundheit bei der Arbeit erhöhen - beides wichtige Voraussetzungen für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit jedes einzelnen Betriebs, denn ohne gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wirtschaftlich gesunde Unternehmen nicht möglich.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Standing until you drop? - When work keeps you on your toes ...


Abstract:


A hundred years ago, tram drivers still had to perform their work standing up - it was believed that a seated driver could fall asleep and cause an accident. Drivers can now sit (giving rise to new problems), but several hundred thousand workers still have to stand all the way through their working day. It definitely isn't healthy, which is impressively underscored by the fact that standing occupations account for a disproportionate number of cases of work incapacity.

The consequences of continuous standing are similar to those of continuous sitting. This partly also answers the question concerning possible solutions for standing occupations: Surely it is no solution to turn continuous standers into continuous sitters.

This brochure shows why standing is so bad for people and why it isn't possible to get used to it - in this case practice does not make perfect, only sick! Furthermore, it presents possibilities for relieving the burden on workers in standing occupations and for generally designing work so that it is healthier, more humane and more productive. At the same time, the brochure's intention is not only to encourage companies to give some thought to those of their employees who have to stand continuously, but also to speak to workers. Under the heading of 'Individual Prevention' an indication is given of what every individual can do at least to alleviate the adverse consequences of continuous standing over long periods.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Stehhilfen | REHADAT-Hilfsmittel




Dokumentart:


Buch/Monografie / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Homepage: https://www.baua.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV5164


Informationsstand: 22.11.2010

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