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Bibliographische Angaben zur Publikation

Dokumentation zur Forschung für Menschen mit geistiger Behinderung


Autor/in:

Mühl, Heinz; Evers, Jutta; Linke, Manuela [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft zur Förderung der Forschung für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. (DIFGB)


Quelle:

München: Eigenverlag, 2004, 120 Seiten


Jahr:

2004



Abstract:


Die DIFGB hat Herrn Heinz Mühl beauftragt, eine Dokumentation der aktuellen Forschungsvorhaben zum Thema Geistige Behinderung zu erstellen. Die DIFGB hat dazu Personalmittel für studentische Hilfskräfte (Jutta Evers, Manuela Linke, Vienna Richter,) bereitgestellt, denen an dieser Stelle herzlich gedankt sei, da sie die Hauptlast der Suche der Dokumente und der Schreibarbeiten getragen haben.

Ziel der Forschungsdokumentation ist eine möglichst umfassende Übersicht, um laufende oder geplante Forschungsvorhaben miteinander zu vernetzen, um nicht abgedeckte Bereiche zu erkennen und Forschungsbedarf aufzeigen zu können sowie um eine kontinuierliche Forschungsförderung durch Drittmittelgelder anzustreben. Die DIFGB unterstützt damit die Aufgabe, verstärkt Drittmittel privater Stiftungen auch für Forschungsvorhaben zu Fragen geistiger Behinderung zu erschließen. Damit soll die Einwerbung öffentlicher Forschungsmittel ergänzt und nicht etwa ersetzt werden.

Die Forschungsdokumentation wurde nach Maßgabe folgender Kriterien erstellt:
- Der Zeitraum ab etwa 1990 sollte erfasst werden. Schwerpunkt sollten laufende Forschungsvorhaben in den deutschsprachigen Ländern bilden.
- Es sollten vor allem geförderte Forschungsvorhaben in die Dokumentation einbezogen werden.
- Disziplinen, die sich mit Fragen zur geistigen Behinderung beschäftigen, sollten möglichst berücksichtigt werden.
- Reine Publikationen sind nicht aufgenommen worden.

Zur Erfassung der Forschungsprojekte sowie der Dissertationen und Habilitationen sind vor allem sozialwissenschaftliche Forschungsdokumentationen, Hochschulschriften, Hochschulverzeichnisse und Dissertationsbibliographien aus der Bundesrepublik, der Schweiz und Österreichs herangezogen worden. Ferner ist eine Recherche über die Bibliothek der Universität Oldenburg durchgeführt worden. Außerdem sind Hochschuleinrichtungen, von denen zu erwarten war, dass sie möglicherweise im Bereich 'geistige Behinderung' Forschung betrieben haben oder betreiben, um entsprechende Dokumente angefragt worden.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass nicht alle durchgeführten, laufenden oder geplanten Forschungsprojekte erfasst werden konnten. Einige Forscher oder Forschergruppen haben auf mehrmalige Anfrage nicht geantwortet; einige Projekte konnten dennoch aufgrund von Veröffentlichungen dokumentiert werden. Es sind circa 100 Projekte in die Dokumentation aufgenommen worden. Eine Reihe gemeldeter Projekte konnte nicht aufgenommen werden, weil sie den oben genannten Kriterien nicht entsprachen. Die Dokumentation erhebt in so weit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zur fortlaufenden Ergänzung der Dokumentation wäre es daher ratsam, Projekte nachzumelden, die innerhalb des Zeitraums ab 1990 durchgeführt wurden, nachzumelden und eine Beschreibung als Datei (ca eine Seite) an die E-Mail-Anschrift der DIFGB zu schicken.

Darüber hinaus wurden auch Dissertationen und Habilitationen erfasst, da sie in der Regel Schwerpunkte forscherischer Tätigkeiten widerspiegeln und/oder im Rahmen von Forschungsprojekten entstanden sind.

Die Gliederung ist an die von der IASSID auf ihrem Kongress in Montpellier 2004 benutzte Gliederung angelehnt worden, um den Anschluss an die internationale Diskussion herzustellen. Die geringe Zahl der medizinisch orientierten Projekte im engeren Sinne ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass sich medizinische Forschung im Zusammenhang mit geistiger Behinderung vor allem in Dissertationen niederschlägt. Hier müssten in Zukunft eingehendere Recherchen durchgeführt werden.

(Vorwort von H. Mühl, Oldenburg, im Dezember 2004)

Aus dem Inhalt:

1. Medizinische Aspekte (Biological Understanding)
1.1 Genetik (Genetics)
1.2 Syndrome (Syndromes)
1.3 Neuropsychologische Prozesse (Biobehavioural Processes)
1.4 Hirnforschung (Brain Research)
1.5 Neurotransmitter (Neurotransmitters)
1.6 Risikofaktoren für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung (Risk Factors for Intellectual Disability)

2. Verhaltensentwicklung und mentale Gesundheit (Behavioural Development and Mental Health)
2.1 Entwicklung des Sozialverhaltens (Adaptive Behaviour Development)
2.2 Verhaltensstörung (Challenging Behaviour)
2.3 Mentale Gesundheit (Mental Health)
2.4 Diagnose/Beurteilung und Ordnungssysteme (Diagnosis/Assessment & Classification Systems)
2.5 Schizophrenie (Schizophrenia)
2.6 Psychopharmakologie (Psychopharmacology)
2.7 Verhaltenphänotypen (Behavioural Phenotypes)
2.8 Psychoanalyse (Psychoanalysis)
2.9 Psychologische oder andere Therapien (Psychological or Other Therapies)

3. Kognition und Kommunikation (Cognition and Communication)
3.1 Autistische Störungen (Autism)
3.2 Kommunikation und Sprache (Communication and Language)
3.3 Kognitive Entwicklung (Cognitive Development)
3.4 Down Syndrom (Down´s Syndrome)

4. Körperliche Gesundheit und schwere Mehrfachbeeinträchtigungen (Physical Health and Profound Multiple Disabilities)
4.1 Körperliche Gesundheit (Physical Health)
4.2 Medizinische Eingriffe (Medical Intervention)
4.3 Medikamentöse Behandlung (Medication)
4.4 Zahnheilkunde (Dentistry)
4.5 Schwere geistige Beeinträchtigung (Profound Intellectual Disability)
4.6 Sinnes- und Körperbeeinträchtigungen (Sensory and Physical Disabilities)
4.7 Epilepsie (Epilepsy)
4.8 Unterstützende Technologien (Assistive technologies)

5. Familien (Families)
5.1 Frühe Beratung und Unterstützung (Early Counselling and Adjustment)
5.2 Familienerfahrungen (Familiy Experience)
5.3 Familienunterstützung (Family Supports)
5.4 Familiärer Lebenslauf (Family Lifecycle)
5.5 Geschwister (Siblings) 5.6 Ältere Angehörige (Ageing Carers)
5.7 Eltern mit geistiger Beeinträchtigung (Parents with Intellectual Disability)

6. Bildung und Arbeit (Education and Work)
6.1 Frühförderung (Early Intervention)
6.2 Vorschulische Entwicklung (Pre-School Development)
6.3 Schulausbildung (Schooling)
6.4 Beruf/Beschäftigung (Employment)
6.5 Unterstützung der täglichen Beschäftigung (Day Occupation Supports)
6.6 Erwachsenenbildung (Education for adults)
6.7 Förderung (Furtherance)

7. Leben in der Gemeinde (Community Living)
7.1 Wohnangebote (Residential Supports)
7.2 Integration (Integration)
7.3 Freizeit (Leisure)
7.4 Persönliche Beziehungen und Sexualität (Personal Relationships and Sexuality)

8. Lebensdauer und Altern (Lifespan and Ageing)
8.1 Altern und Gesundheitszustand (Ageing and Health Status)
8.2 Funktionsminderung (Functional Decline)
8.3 Übergänge innerhalb des Lebenslaufs (Lifespan Transitions)
8.4 Tod und Sterben (Death und Dying)

9. Lebensqualität (Quality of Life)
9.1 Einschätzung der Lebensqualität (Quality of Life Assessment)
9.2 Hilfen/Bedingungen der Lebensqualität (Quality of Life Supports/Determinants)
9.3 Selbstbestimmung (Self-determination)
9.4 Personenbezogene Planung (Person-centred Planning)
9.5 Verletzlichkeit (Vulnerability)
9.6 Missbrauch (Abuse)
9.7 Schutz (Protection)
9.8 Spiritualität (Spirituality)

10. Individuum und Gesellschaft (Individual in Society)
10.1 Werte und Ethik (Values and Ethics)
10.2 Genetische Untersuchung (Genetic Screening)
10.3 Gesetze und Bürgerrechte (Law and Civil Rights)
10.4 Stellvertretung und Selbstvertretung (Advocacy and Self-advocacy)
10.5 Nutzerperspektive (User Views)
10.6 Nutzerbeteiligung (User Participation)
10.7 Selbstermächtigung (Empowerment)
10.8 Internationale Perspektiven (International Perspectives)
10.9 Interkulturelle Studien/Entwicklungen in der Welt (Cross-cultural Studies/ Developing World)
10.10 Geschlecht (Gender)
10.11 Kultur und Ethnie (Culture and Ethnicity)
10.12 Strafrechtsprobleme (Criminal Justice/Forensic Issues)
10.13 Sozialhilfe und Einkommen (Welfare Benefits and Income)

11. Personenkreis, Hilfesysteme (Populations and Service Systems), Klassifikation der Hilfesysteme (Classification)
11.1 Epidemiologie (Epidemiology)
11.2 Fehlplatzierte Personenkreise und Beeinträchtigung (Displaced Populations and Disability)
11.3 Politik und Hilfestrategien (Policy and Service Patterns)
11.4 Umsetzung strategischen Wandels (Achievement of Strategic Change)
11.5 Dienste für Minderheiten (Services to Minority Communities)
11.6 Gesundheitswesen (Health Economics)
11.7 Kosteneffektivität (Cost-effectiveness)
11.8 Servicemanagement und Qualitätssicherung (Service Management and Quality Assurance)
11.9 Institutionen (Institutions)
11.10 Ausbildung des Personals, Personalentwicklung (Staff Training and Professional Development)

12. Umwelt (Environment)
12.1 Risikofaktoren für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung (Risk Factors for Intellectual Disability)
12.2 Entwicklungs- und Verhaltensneurotoxikologie (Developmental and Behavioural (Neurotoxicology)

13. Wissenschaft und Forschungsmethodologie (Science and Research Methodology)
13.1 Wissenschaft und Ethik (Science and Ethics)
13.2 Ethik der Forschung (Ethics of Research)
13.3 Forschungsparadigmen (Research Paradigms)
13.4 Messmethoden (Measurement)
13.5 Entwicklung der Methodologie (Methodological Development)

14. Dissertationen und Habilitationen


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft zur Förderung der
Forschung für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. - DIFGB
Vorstand
Kinderzentrum München
Heiglhofstraße 63
81377 München
Homepage: http://difgb.de/startseite.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV5001


Informationsstand: 02.06.2005

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