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Bibliographische Angaben zur Publikation

Essstörungen


Sammelwerk / Reihe:

Suchtmedizinische Reihe, Band 3


Autor/in:

Cuntz, Ulrich; de Zwaan, Martina; Vocks, Silja [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS)


Quelle:

Hamm: Eigenverlag, 2015, 5. Auflage, 72 Seiten, ISBN: 978-3-937587-02-8


Jahr:

2015



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Link zu der Veröffentlichung (PDF | 660 KB)


Abstract:


Mit dem Band 'Essstörungen' der Suchtmedizinischen Reihe wendet sich die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen insbesondere an diejenigen Berufsgruppen im Gesundheitswesen, die in ihrem Alltag mit Patientinnen und Patienten bzw. Klientinnen und Klienten in Kontakt geraten, bei denen eine Essstörung vorliegt oder vermutet wird, und die sich vertiefend mit den spezifischen Problematiken der verschiedenen Störungen, ihren gesundheitlichen Folgen sowie den Behandlungsmöglichkeiten beschäftigen wollen.

Die Bände dieser Reihe richten sich an Ärztinnen und Ärzte, vornehmlich der allgemeinmedizinischen Versorgung, sowie an psychosoziale Berufsgruppen in der psychotherapeutischen Versorgung und in der Sozialarbeit. Die Einzelausgaben der Reihe enthalten einen umfassenden Wissensgrundstock, der als Kompendium oder zum Nachschlagen genutzt werden kann. Darüber hinaus stehen die DHS und die Autorinnen und Autoren für Nachfragen zur Verfügung.

Die Essstörungen wurden über lange Zeit vom Volksmund als 'Magersucht' und 'Fettsucht' bezeichnet. Dies legte fälschlicherweise eine Zuordnung zu den Abhängigkeitserkrankungen nahe. Essstörungen werden jedoch weder in der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD 10) noch im Diagnostischen und Statistischen Manual Psychischer Störungen (DSM-IV) zu diesen Krankheitsbildern gerechnet, sondern stellen eine eigene Kategorie dar. Sie gehören, wie die 'Psychischen und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen' und die 'Störungen der Impulskontrolle' (zu diesen wird auch das 'Pathologische Glücksspielen' gezählt) zum Oberbegriff 'Psychische Störungen'.

Bei den Essstörungen handelt es sich, ähnlich wie bei den Abhängigkeitserkrankungen, um multifaktoriell bedingte Störungsbilder. Sie zeigen sich auf verschiedene Art und Weise. Am bekanntesten sind die Anorexie und die Bulimie. Jedoch machen sie den geringeren Teil der Essstörungen aus. Sie finden sich hauptsächlich bei Mädchen und jungen Frauen. Binge-Eating-Störungen sind wesentlich weiter verbreitet, insbesondere unter weiblichen, aber zunehmend auch männlichen Adipositaspatienten. Da Essstörungen meist schon im Jugendalter auftreten, belasten sie nicht nur die Betroffenen, sondern die ganze Familie. Eltern fühlen sich häufig hilflos angesichts der Erkrankung ihres Kindes. Beachtet werden sollte allerdings, dass nicht jedes auffällige Essverhalten eine Störung sein muss. Da die Übergänge zwischen einem, meist zeitweilig, auffälligen Essverhalten und einer Störung jedoch fließend sein können, ist es besonders wichtig, diese Problematik frühzeitig abzuklären und die richtigen Hilfestellungen zu geben. Daher steht nicht mehr allein die ausgeprägte Essstörung im Vordergrund der Interventionen, sondern immer häufiger auch Früherkennung und Frühintervention. Eine strukturierte Kooperation aller in der Versorgung tätigen Berufsgruppen und Institutionen trägt dazu bei, Betroffene bereits frühzeitig zu erreichen, Wartezeiten zwischen den unterschiedlichen Maßnahmen zu verringern und den Behandlungsprozess zu optimieren.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends begann die DHS mit der Publikation der Suchtmedizinischen Reihe und erschloss damit praxisrelevante Informations- und Datenquellen für die in diesem Fachgebiet Tätigen. In der Zwischenzeit haben sich Medizin und Hilfesysteme weiterentwickelt, so dass eine Neufassung der Titel 'Alkoholabhängigkeit', 'Tabakabhängigkeit', 'Drogenabhängigkeit' und 'Essstörungen' erforderlich wurde. Vervollständigt wird die Reihe nun durch die bislang fehlenden Bände 'Medikamentenabhängigkeit' und 'Pathologisches Glücksspielen'.

Die DHS dankt den Autorinnen und Autoren herzlichst für ihre engagierte Arbeit. Sie haben in kompakter Form praxisnahe und aktuelle Informationen aus unterschiedlichen Disziplinen für die Beratung und Behandlung zusammengestellt.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS)
Homepage: https://www.dhs.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3509x03


Informationsstand: 12.09.2017

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