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Bibliographische Angaben zur Publikation

Verzahnung zwischen medizinischer Rehabilitation und beruflicher Reintegration bei Beschäftigten eines Bergwerkbetriebes mit Rückenschmerzen: Implementierung eines optimierten Reha-Konzeptes

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Müller, Wolf-Dieter; Knufinke, R.; Kleinhans, W. [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 171-172, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Im Rahmen einer früheren Studie wurde in Zusammenarbeit mit Industriebetrieben und der DRV Mitteldeutschland über ergebnisorientierte Optimierungsschritte ein integriertes Rehabilitations- und berufliches Integrationskonzept entwickelt und in der Praxis erfolgreich erprobt.

Zweck der Untersuchung war es, dieses erfolgreiche Konzept auf weitere Industriebetriebe zu übertragen, wobei es hier unter den spezifischen Bedingungen eines Bergwerkunternehmens hinsichtlich seiner Wirksamkeit untersucht worden ist.

Im Rahmen der zweijährigen Studie wurden 106 Mitarbeiter eines Bergwerkbetriebes mit gefährdeter Erwerbsfähigkeit aufgrund von Rückenschmerzen zu einer durchschnittlich dreiwöchigen stationären Rehabilitationsbehandlung eingewiesen.

Zum Reha-Beginn wurde das Reha-Interventionsprogramm auf die spezifischen Anforderungen des bereits im Voraus ermittelten arbeitsbezogenen Leistungsvermögens abgestimmt. Nach Abschluss der Reha erfolgte eine nahtlose Wiedereingliederung der Rehabilitanden in den Arbeitsprozess mit allen notwendigen Begleitmaßnahmen. Zudem wurden die Teilnehmer am Anfang und am Ende der Reha-Maßnahme mit einem Fragebogen zum allgemeinen und spezifischen Gesundheitszustand und zur Lebensqualität befragt.

Die Ergebnisse der Eingangsbefragung zeigten einen komplexen Reha Bedarf bei der gesamten Stichprobe an. Besonders der spezifische Gesundheitszustand und die Lebensqualität verbesserten sich während der Reha und die Arbeitsunfähigkeitszeiten konnten im Jahr nach der stationären Reha im Vergleich zum Jahr davor um knapp 80 Prozent gesenkt werden.

Die stationäre Rehabilitation zeigte messbare positive und nachhaltige Effekte, die sich im deutlichen Rückgang der Arbeitsunfähigkeitszeiten der Rehabilitanden nach der Reha widerspiegelten.

Das entwickelte Reha-Konzept konnte mit Erfolg auf die besonderen Bedingungen eines Bergwerkbetriebes übertragen werden. Das Nutzen der Befragungsergebnisse zur Steuerung der Reha und zur Verbesserung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der stationären Rehabilitation sowie die Auswertung der ökonomischen Effekte sind erforderlich. Für künftige Studien muss sich zeigen, ob die Erkenntnisse der Untersuchung auf andere Patientengruppen beziehungsweise Krankheitsbilder angewendet werden können.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung'




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3358X09


Informationsstand: 17.04.2009

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