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Bibliographische Angaben zur Publikation

Studie über die Situation von Frauen mit Behinderungen aus Anlass der UNBehindertenrechtskonvention - VC/2007/317

Abschlussbericht für die Generaldirektion Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit der Europäischen Kommission



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Europäische Kommission - Generaldirektion Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit


Quelle:

Luxemburg: Amt für Veröffentlichungen, 2009, 67 Seiten


Jahr:

2009



Link(s):


Link zu dem Abschlussbericht (PDF, 122 KB).


Abstract:


Diese Studie wurde mit Unterstützung des EU-Gemeinschaftsprogramms für Beschäftigung und soziale Solidarität erstellt (2007-2013).

Die UN-Behindertenrechtskonvention
Die UN-Behindertenrechtskonvention ('UN-Konvention') ist eine umfassende internationale Konvention, die von allen EU-Mitgliedsstaaten sowie von der Europäischen Gemeinschaft (EG) unterzeichnet wurde; es ist das erste Mal, dass die EG eine wesentliche UNMenschenrechtskonvention aus eigenem Recht unterzeichnet hat. Diese Unterzeichnung zeigt eine Verpflichtung auf EU-Ebene, die Rechte von Personen mit Behinderungen in einem breit gefächerten Spektrum von politischen Bereichen zu stärken. Artikel 6 der Konvention erkennt die Verpflichtung der Mitgliedsstaaten an, Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass Mädchen und Frauen mit Behinderungen alle Menschenrechte und Grundfreiheiten umfassend und gleichgestellt genießen.

Ansatz der Studie
Der Zweck dieser Studie war die Analyse und die Interpretation von Daten zu der Situation von Frauen mit Behinderungen in Europa vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention. Auf der Grundlage der Analyse sollte die Studie Verbesserungen aufzeigen, die notwendig sind, damit Frauen mit Behinderungen ihre Rechte und Grundfreiheiten genießen können. Die Studie sammelte Daten auf europäischer und auf nationaler Ebene in 33 Ländern - den 27 EUMitgliedsstaaten, drei Mitgliedern der EEA (Island, Liechtenstein, Norwegen) und drei Kandidaten für eine EU-Mitgliedschaft (Kroatien, Mazedonien, Türkei). Sekundärdaten wurden aus vorhandenen Quellen bezogen, zum Beispiel von Eurostat und nationalen Statistikämtern, ebenso wie aus bereits veröffentlichten Forschungsstudien. Primärdaten wurden durch Interviews mit wichtigen Stakeholdern auf jeder Ebene gesammelt.

Die UN-Konvention stellt keine spezielle Definition von Behinderung zur Verfügung und die Mitgliedsstaaten wenden unterschiedliche Definitionen an. Während die Hauptaufgabe der Studie nicht darin bestand, die einzelnen Definitionen für Behinderung zu erforschen, war es notwendig, die breiteren Definitionsarten, die angewandt werden könnten, zu untersuchen. Zu diesem Zweck betrachtete die Studie Behinderung sowohl aus der medizinischen Perspektive, bei der die Probleme der Behinderung von der jeweiligen Person ausgehen, während der physikalischen oder sozialen Umgebung nur wenig oder kaum Beachtung geschenkt wird, als auch aus einer sozialen Perspektive, bei der Behinderungen durch die Organisation der Gesellschaft auf der Grundlage einer idealisierten Norm der physisch und mental perfekten Person geschaffen werden.

Im Zentrum des Studienansatzes stand das Konzept der Intersektionalität. Intersektionalität ist 'ein integrierter Ansatz, der Formen von Mehrfachdiskriminierung adressiert, … eine distinkte und besondere Erfahrung von Diskriminierung, die in einer Person oder Gruppe vereint ist '. Bei behinderten Frauen treten mindestens zwei Formen der Diskriminierung in Erscheinung und schaffen spezielle Arten der Diskriminierung, die von Frauen ohne Behinderungen oder von Männern mit Behinderungen nicht erlebt werden. Die Intention der Studie war somit zu identifizieren, welche Erlebnisse von Frauen mit Behinderungen spezifisch waren im Gegensatz zu den Erlebnissen von Frauen im Allgemeinen oder von Personen mit Behinderungen im Allgemeinen.

Vor diesem Hintergrund versucht der Bericht, unter Nutzung der verfügbaren Daten ein realistisches Bild der Situation von Frauen mit Behinderungen in Europa zu präsentieren sowie Beispiele für optimale Methoden in der Rechtsgebung, in Strategien und in Programmen aufzuzeigen, die darauf abzielen Frauen mit Behinderungen dabei zu helfen, die in der UN-Konvention dargelegten Rechte und Grundfreiheiten zu genießen.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Study on the situation of women with disabilities in light of the UN Convention for the Rights of Persons with Disabilities - VC/2007/317

A Final Report for the DG Employment, Social Affairs and Equal Opportunities of the European Commission

Abstract:


The United Nations Convention on the Rights of Persons with Disabilities
The United Nations Convention on the Rights of Persons with Disabilities ('the UN Convention') is a comprehensive international convention which has been signed by all EU Member States as well as by the European Community (EC), the first time the EC has signed a core UN Human Rights Convention in its own right. This signature demonstrates a commitment at EU level to strengthen the rights of persons with disabilities across a range of policy fields. Article 6 of the Convention specifically recognises the obligation on States Parties to take measures to ensure that women and girls with disabilities are able to have full and equal enjoyment of all human rights and fundamental freedoms.

Approach taken by the study
The purpose of this study was to analyse and interpret information on the situation of women with disabilities in Europe in light of the UN Convention. Based on this analysis, the study was then to specify what still has to be improved to allow them to enjoy their rights and fundamental freedoms. The study gathered evidence at European level and at national level across 33 countries - the 27 EU Member States, three EEA Members (Iceland, Liechtenstein, Norway) and three EU Candidate Countries (Croatia, Macedonia, Turkey). Secondary data was gathered from existing sources, such as Eurostat and national statistical offices, as well as from previously-published research. Primary data was gathered through interviews with key stakeholders at all levels.

The UN Convention does not provide a specific definition of disability and States Parties adopt differing definitions. Whilst the main focus of the study was not to explore definitions of disability in detail, it was necessary to examine the broad types of definitions that could be applied. For this purpose, the study considered disability both in terms of the 'medical model', which situates the problems of disability on the individual, while paying little or no attention to physical or social environment, and also in terms of the 'social model' whereby disabilities are created by the organisation of society on the basis of an idealised norm of the physically and mentally perfect person.

At the heart of the approach to the study was the concept of intersectionality, which is 'an integrated approach that addresses forms of multiple discrimination. Intersectional discrimination is … a distinct and particular experience of discrimination unified in one person or group'.2 In the case of women with disabilities, two or more forms of discrimination combine to create specific types of discrimination not experienced by women without disabilities or men with disabilities. The intention of the study was thus
to identify what was specific to the experience of women with disabilities, as opposed to the experience of women in general or persons with disabilities in general.

Given this, the report seeks to present a realistic picture of the situation of women with disabilities in Europe using the data available, as well as examples of good practice in legislation, policies and programmes intended to help women with disabilities enjoy the rights and fundamental freedoms set out in the UN Convention.

[Executive Summary]


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK)




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union
Vertriebsbüro Deutschland: Bundesanzeiger Verlag GmbH
Homepage: https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet
EU Bookshop
Homepage: https://bookshop.europa.eu/de/home/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3204C


Informationsstand: 04.10.2010

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