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Bibliographische Angaben zur Publikation

Inklusives und barrierefreies Rheinland-Pfalz

Vierter Bericht. Lage behinderter Menschen und Umsetzung des Landesgesetzes zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen in den Jahren 2009 und 2010



Sammelwerk / Reihe:

Bericht Barrierefreies Rheinland-Pfalz


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz (MASGFF)


Quelle:

Mainz: Eigenverlag, 2011, 164 Seiten


Jahr:

2011



Link(s):


Link zu dem Bericht (PDF, 1,36 MB).


Abstract:


'Die Situation von Menschen mit Behinderungen hat sich durch die an Gleichstellung, Teilhabe und Selbstbestimmung orientierte Politik in Rheinland-Pfalz positiv verändert', bilanzierte Arbeits- und Sozialministerin Malu Dreyer bei der Vorstellung des dritten Berichts zur Umsetzung des Landesgesetzes zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen.

Die Ministerin stellte in ihrem alle zwei Jahre vorgelegten Landesbericht die wesentlichen Entwickungen in den Bereichen Arbeit, Bildung, Wohnen, gesellschaftlicher Teilhabe und Barrierefreiheit vor und gab einen Überblick über weitere Ziele in der Politik für Menschen mit Behinderungen.

Nach Angaben der Ministerin leben in Rheinland-Pfalz etwa 410.000 Menschen mit Behinderungen. Das sind 10 Prozent der gesamten Bevölkerung. 46 Prozent der behinderten Menschen sind Frauen.

Die Aufgaben des rheinland-pfälzischen Landesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen wurden mittlerweile als eigene Stelle im Sozialministerium eingerichtet. Der Landesbeauftragte Ottmar Miles-Paul pflegt einen engen Kontakt mit den 21 kommunalen Behindertenbeiräten und 34 Behindertenbeauftragten. Ihre Arbeit will die Landesregierung weiter ausbauen, ebenso wie die Interessenvertretungen behinderter Menschen in Werkstätten und Heimen, die vernetzt und fortgebildet werden sollen.

'Barrierefreiheit ist die unabdingbare Voraussetzung für Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung behinderter Menschen', betonte Dreyer. Deshalb sei es ein zentrales Ziel der Landesregierung, Barrierefreiheit bei Ausschreibungen, Auftragsvergaben und Konzessionsvergaben durch das Land einzufordern. Als Beispiele nannte die Ministerin die barrierefreie Umgestaltung der Internetangebote des Landes, den barrierefreien Zugang zu Finanzämtern und Justizgebäuden und den Um- und Ausbau von Bahnhöfen und Haltepunkten in Rheinland-Pfalz, um Menschen mit Behinderungen in ihrer Mobilität zu unterstützen. Als ein Ziel für 2011 stehe eine bundesweit beispielhafte barrierefreie Bundesgartenschau in Koblenz auf der Agenda der Landesregierung.

'Die Arbeitsmarktsituation für Menschen mit Behinderungen hat sich im Berichtszeitraum weiter erfreulich entwickelt. Waren im Juni 2006 noch 7.030 schwerbehinderte Menschen arbeitslos, so ist bis Juni 2008 ein Rückgang auf 5.859 festzustellen. Das sind 16,7 Prozent weniger', unterstrich Dreyer. Auch habe sich der Anteil von schwerbehinderten Beschäftigten von 2004 auf 2006 um 0,2 Prozent auf 3,9 Prozent erhöht. Zu dieser positiven Entwicklung hätten die Landessonderprogramme zum Abbau der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen mit beigetragen. Ziel sei auch die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen im Landesdienst weiter zu erhöhen. Schon jetzt müsse das Land keine Ausgleichsabgabe mehr zahlen.

Weiterhin habe die rheinland-pfälzische Landesregierung den Ausbau von Integrationsfirmen mit über sechs Millionen Euro gefördert. Dadurch seien 620 behinderte Menschen auf dem regulären Arbeitsmarkt beschäftigt. Weitere Schritte sollten dazu beitragen, die Zahl der Integrationsfirmen und der dort beschäftigten behinderten Menschen zu erhöhen. Speziell für behinderte Jugendliche sollen der Übergang von der Schule in den Beruf durch unterstützende und begleitende Angebote erleichtert werden.

Auch setze Rheinland-Pfalz seit über zehn Jahren auf Persönliche Budgets. Diese Sachleistung als Alternative zur Heimunterbringung werde derzeit von über 3.300 Menschen in Anspruch genommen. 'Dahinter steht die Überzeugung, dass dadurch mehr Selbstbestimmung und Teilhabe möglich sind', so die Ministerin. Ziel sei auch der weitere Ausbau des Budgets für Arbeit als Alternative zur Werkstatt für behinderte Menschen.

'Eine der meist diskutierten Themen in der Einführung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist die Einbeziehung behinderter Schülerinnen und Schüler in die Regelschule. Die Umsetzung eines Schulsystems, das Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf einbezieht, wird in Rheinland-Pfalz auch in Zukunft durch den weiteren Ausbau der Schwerpunktschulen vorangetrieben und entspricht dem Wunsch von Eltern nach wohnortnaher Integration', so die Ministerin. 2.025 Schülerinnen und Schüler würden derzeit integrativ unterrichtet - nahezu 700 mehr als im Schuljahr 2005/2006.

[Aus: Information des Herausgebers]


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Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz (MSAGD)
Homepage: https://msagd.rlp.de/de/startseite/

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Referenznummer:

R/NV3112E


Informationsstand: 24.03.2011

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