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Bibliographische Angaben zur Publikation

Chancengleichheit verwirklichen

Welche Rolle soll positiven Maßnahmen zukommen?



Autor/in:

Bell, Mark; De Vos, Marc; Van Malderen, Vincent [u. a.]


Herausgeber/in:

Europäische Kommission - Generaldirektion Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit


Quelle:

Luxemburg: Amt für Veröffentlichungen, 2007, 32 Seiten, ISBN: 978-92-79-04964-4 (deutsch); 978-92-79-04965-1 (englisch)


Jahr:

2007



Abstract:


2007 ist das Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle. Während dieses Jahres unternimmt die EU besondere Bemühungen, auf eine Gesellschaft hinzuarbeiten, in der Diskriminierung ein Fremdwort ist und alle Menschen, ungeachtet ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Ausrichtung, ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Religion, ihres Alters oder einer Behinderung echte Chancen haben.

Die Europäische Union hat schon vor geraumer Zeit begonnen, solide Vorschriften einzuführen, die dem Einzelnen das Recht auf Nichtdiskriminierung zuerkennen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass einzelne Klagen und Prozesse nicht ausreichen, um in der Praxis volle Gleichstellung herbeizuführen. Beispielsweise sind viele Frauen und Angehörige von Minderheitsgruppen in Positionen, wo Gesetze und politische Maßnahmen gestaltet und Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen getroff en werden, nach wie vor stark unterrepräsentiert. Ohne angemessene Vertretung ist es schlicht und einfach unmöglich, Chancengleichheit für alle zu erreichen.

Dennoch wird die Existenz von Chancengleichheit häufig einfach als gegeben vorausgesetzt, während gleichzeitig geleugnet wird, dass Diskriminierung besteht. In solch einer Situation können positive Maßnahmen erheblich zur Förderung einer realen Gleichstellung in unseren Gesellschaften beitragen. Tatsächlich scheinen positive Maßnahmen manchmal das einzige Mittel zu sein, um tief verwurzelte Diskriminierungen so anzupacken, dass innerhalb eines vernünftigen Zeitraums positive Ergebnisse erzielt werden. Zugegeben, positive Maßnahmen sind ein umstrittenes Thema. Ich glaube jedoch, dass dies weitgehend darauf zurückzuführen ist, dass bezüglich des Konzepts und des Kontexts noch eine gewisse Unklarheit herrscht. Beide Punkte müssen ausführlicher erläutert und diskutiert werden.

Diese Themenbroschüre soll einen Beitrag dazu leisten. Im Anschluss an eine Einführung in Begriffe und Rechtsaspekte präsentiert die Broschüre eine Reihe von Ansichten und Auff assungen über positive Maßnahmen im Bereich der Beschäftigung und anderen Kontexten. Dank der verschiedenen an der Verfassung der Broschüre beteiligten Personen, mit ihren vielfältigen Hintergründen und Perspektiven, vermittelt sie einen Eindruck davon, was positive Maßnahmen in verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise Bildung oder Eingliederung von Minderheiten in die Polizeibehörden, bewirken können. Im letzten Teil der Broschüre geht es um die Zukunft und um Fragen, die in der Debatte an Bedeutung gewinnen, wie etwa die Erhebung von Daten.

[Aus: Vorwort]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Putting Equality into Practice: What role for positive action?


Abstract:


2007 is the European Year of Equal Opportunities for All. During this year, the EU is putting a particular focus on working towards a society that is free from discrimination, where all have real choices regardless of their gender, sexual orientation, ethnic background, religion, age or disability.

The European Union has come a long way in creating legal rules that give individuals the right to not face discrimination. However, experience has shown that individual complaints and litigation are not suffi cient to bring about full equality in practice. For example, many women and persons from minority groups remain gravely under-represented in posts where law and policy are shaped and where decisions with far-reaching consequences are taken. Without adequate representation, it is simply impossible to achieve equal opportunities for all.

In spite of this fact, equal opportunities are often assumed to exist, while the existence of discrimination is denied. In such a situation, positive action can play an important role as a tool to redress the lack of substantive equality in our societies. Indeed, sometimes positive action appears to be the only means to confront deeply engrained structural discrimination in such a manner that positive results are achieved within a reasonable time. It is true that positive action is a controversial issue. However, I believe that to a large extent this is due to a lack of full understanding of the concept and the context. Both of these need more explanation and debate.

This thematic brochure aims to contribute to this goal. Following an introduction to terms and legal aspects, the brochure presents a number of views of positive action in employment and non-employment contexts. Thanks to the various contributors, with their wide range of backgrounds and perspectives, the brochure off ers an impression of what positive action might mean in diff erent fi elds including, for example, education and the integration of minorities in the police. In its fi nal part, the brochure looks at the future, raising issues that are increasingly becoming important in the debate, such as the collection of data.

(Foreword)


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerk




Bezugsmöglichkeit:


Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union
Vertriebsbüro Deutschland: Bundesanzeiger Verlag GmbH
Homepage: https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet
EU Bookshop
Homepage: https://bookshop.europa.eu/de/home/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV2880


Informationsstand: 16.05.2007

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