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Bibliographische Angaben zur Publikation

Modellvorhaben Wohnortnahe berufliche Bildung und Eingliederung blinder und sehbehinderter Jugendlicher - MobiliS

Abschlussbericht - Vorgelegt im März 2005 - Projekt-Zeitraum: 01.04.1999 bis 31.07.2004



Autor/in:

Hohmeier, Jürgen; Denninghaus, Erwin; Wenker, Theo [u. a.]


Herausgeber/in:

Berufsbildungswerk für Blinde und Sehbehinderte Soest; Westfälisches Berufskolleg für Blinde und Sehbehinderte Soest


Quelle:

Soest: Eigenverlag, 2005, 56 Seiten: PDF


Jahr:

2005



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Abstract:


Zur Entwicklung eines wohnortnahen Angebotes zur beruflichen Bildung Blinder und Sehbehinderter haben der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Träger für das Berufsbildungswerk und das Westfälische Berufskolleg Soest beim Bundesministerium für Arbeit einen Antrag auf Förderung eines Modellvorhabens mit einer Laufzeit von fünf Jahren gestellt. Dieser Antrag wurde am 24. Februar 1999 bewilligt. Die Arbeit im Projekt wurde im April 1999 aufgenommen.

Ziel des Modellvorhabens war die Schaffung eines differenzierten beruflichen Rehabilitationsangebotes für blinde und sehbehinderte junge Menschen. Besondere Leistungen, die für diesen Personenkreis bisher nahezu ausschließlich in Berufsbildungswerken und anderen besonderen Einrichtungen vorgehalten werden, sollten - auf das individuell notwendige Maß abgestimmt - auch wohnortnah und außerhalb von Spezialeinrichtungen angeboten werden können, um so eine Verzahnung allgemeiner Leistungen mit den besonderen Leistungen zur Rehabilitation im Rahmen einer betrieblichen Ausbildung zu ermöglichen. Damit sollte ein möglichst hoher Grad an Normalität unter den Bedingungen der Sehschädigung erreicht werden.

Durch die Ergänzung des stationären beruflichen Rehabilitationsangebotes Blinder und Sehbehinderter durch teilstationäre und wohnortnahe Angebote sollen im Einzelnen folgende Ziele erreicht werden: Blinden und sehbehinderten RehabilitandInnen, die zwar einerseits auf besondere Hilfen bei der beruflichen Rehabilitation angewiesen sind, andererseits aber nicht des gesamten Leistungsspektrums des Berufsbildungswerkes bedürfen, sollte die Möglichkeit einer wohnortnahen beruflichen Rehabilitation mit behinderungsspezifischer Unterstützung gegeben werden.

Bei blinden und sehbehinderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Berufspalette behinderungsbedingt extrem eingeschränkt. Durch den Zwang zur Wirtschaftlichkeit wird die Berufspalette in zentralen Spezialeinrichtungen weiter reduziert auf häufig und überregional nachgefragte Ausbildungsberufe. Individuelle Angebote sind nur eingeschränkt möglich. Die Erfahrungen in Schleswig-Holstein und Hamburg zeigen, dass bei entsprechender behinderungsspezifischer Begleitung eine betriebliche Ausbildung Blinder und Sehbehinderter auch in Berufsbildern wie zum Beispiel Versicherungs- oder Bankkaufmann erfolgreich möglich ist.

Blinde und sehbehinderte Jugendliche, die bisher ohne behinderungsspezifische Vorbereitung und Begleitung an betrieblichen Ausbildungen teilnahmen, sollte ein differenziertes wohnortnahes Angebot gemacht werden, um einen behinderungsbedingten Abbruch der Berufsausbildung zu vermeiden und eine möglichst fundierte und praxisgerechte berufliche Qualifizierung und einen adäquaten Umgang mit der Behinderung zu gewährleisten.

Die Bereitstellung wohnortnaher besonderer Hilfen für Blinde und Sehbehinderte soll weiterhin dazu beitragen, dass mehr Arbeitgeber als bisher Blinden oder Sehbehinderten die Chance einer betrieblichen Ausbildung geben.

Aus dem Inhalt:

1. Ausgangslage und Zielsetzung von MobiliS
1.1 Ausgangslage
1.2 Zielsetzung
1.3 Rechtliche Einordnung
1.4 Auswertung und Datenbasis

2. Personenkreis
2.1 Soziodemografische Merkmale und Behinderung
2.2 Bildungsvoraussetzungen
2.3 Psychosoziale Voraussetzungen
2.4 Gewählte Ausbildungsberufe
2.5 Zielgruppenspezifik

3. Die Leistungen von MobiliS
3.1 Leistungen vor Ausbildungsbeginn
3.1.1 Sehhilfen- und Hilfsmittelberatung
3.1.2 Arbeitserprobung im Berufsbildungswerk
3.1.3 Schülerbetriebspraktika
3.1.4 Bewerbungstraining
3.1.5 Beratung der Betriebe
3.1.6 Arbeitsplatzausstattung und Mobilitätstraining
3.2 Leistungen am Lernort Betrieb
3.2.1 Arbeitsplatzausstattung und -gestaltung
3.2.2 Psychosoziale Unterstützung
3.2.3 Krisenmanagement und -prävention
3.2.4 Prüfungsvorbereitung
3.3 Leistungen am Lernort Berufskolleg
3.3.1 Regelberufskolleg oder Sonderberufskolleg in Soest
3.3.2 Unterstützung an den Regelberufskollegs

4. Ausbildungsergebnisse

5. Befragung von Ausbildungsbetrieben

6. Resümee

Anhang:

Ein Fazit von Prof. Dr. Jürgen Hohmeier
- Der Personenkreis
- Die Arbeit von MobiliS
- Implementierung im Berufsbildungswerk Soest

Erfahrungsberichte
- Aus der Sicht einer Auszubildenden
- Aus der Sicht eines Ausbildungsbetriebes
- Aus der Sicht der Projektmitarbeiter


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Modellvorhaben Wohnortnahe berufliche Bildung und Eingliederung Blinder und Sehbehinderter (MobiliS) | REHADAT-Forschung




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


LWL-Berufsbildungswerk Soest
Homepage: https://www.lwl-bbw-soest.de/de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV2822


Informationsstand: 24.03.2020

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