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Bibliographische Angaben zur Publikation

Für umfassende Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben

Positionen und Forderungen des SoVD



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2012, 42 Seiten


Jahr:

2012



Link(s):


Link zu dem Positionspapier (PDF, 581 KB).


Abstract:


Ausgangslage und Handlungsbedarf
- Schwerbehinderte Menschen haben in Deutschland deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ihre Arbeitslosenquote liegt seit Jahren erheblich über der allgemeinen Arbeitslosenquote. Während letztere 2010 bei 7,7 Prozent lag, erreichte sie bei schwerbehinderten Menschen 14,8 Prozent.
- Von 2009 bis 2011 hat sich die Arbeitsmarktsituation schwerbehinderter Menschen entgegen dem Bundestrend weiter verschlechtert. Waren 2009 167.000 schwerbehinderte Menschen arbeitslos, stieg ihre Zahl 2011 auf 180.000 an. Schwerbehinderte Menschen sind die Verlierer des sogenannten 'Aufschwunges am Arbeitsmarkt'. Der SoVD sieht eine Schere am Arbeitsmarkt zulasten dieser Menschen. Mit der Abschwächung der Konjunktur droht sich ihre Situation weiter zu verschlechtern.
- Für schwerbehinderte arbeitslose Menschen ist die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt deutlich schwerer: Sie sind länger arbeitslos und es gelingt ihnen, unabhängig vom Alter, seltener, wieder eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden.
- Besonders benachteiligt sind Ältere. Schwerbehinderte Menschen über 50 Jahren sind wesentlich häufiger arbeitslos als gleichaltrige Menschen ohne Behinderung. Und dieser Negativtrend hält an: Die Zahl schwerbehinderter Arbeitsloser zwischen 55 und 65 Jahren stieg in den letzten Jahren weiter. Ihre Rückkehrchancen auf den Arbeitsmarkt hingegen blieben gering: Nur 6,3 Prozent der schwerbehinderten Arbeitslosen über 60 Jahren konnte 2011 eine Beschäftigung aufnehmen.
- Große Defizite bestehen im Rechtskreis des SGB II, wo inzwischen die Mehrzahl der schwerbehinderten Arbeitslosen betreut wird. Ihre Zahl stieg im Oktober 2011 im Vergleich zum Vorjahr um über 6 Prozent an. Der Anstieg zog sich durch alle Altersgruppen. Schwerbehinderte Menschen im Rechtskreis des SGB II sind von der 'Schere am Arbeitsmarkt' besonders nachteilig betroffen.
- Ohne entschiedenes Gegensteuern droht sich die Negativentwicklung fortzusetzen. Denn die Zahl schwerbehinderter Menschen in erwerbsfähigem Alter steigt weiter: Im Jahr 2021 sollen es 3,36 Millionen sein - 10 Prozent mehr als noch 2005, wobei die Folgen der Anhebung der Altersrente ('Rente mit 67') hierbei noch nicht einmal berücksichtigt wurden. Aktuelle Reformen erscheinen daher noch problematischer. Insbesondere die Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente dient nicht allein dazu, Instrumente zu flexibilisieren, sondern auch erhebliche Sparvorgaben zulasten der Bundesagentur für Arbeit umzusetzen.
- Die Belange schwer-/behinderter Menschen müssen endlich in den Focus der gesamten Arbeitsmarktpolitik rücken und zu einem Handlungsschwerpunkt aller politischen Akteure werden. Mit seinem Positions- und Forderungspapier möchte der SoVD seinen Beitrag hierzu leisten.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Bundesverband Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD)
(Vormals: Reichsbund)
Homepage: https://www.sovd.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV2241


Informationsstand: 09.07.2019

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