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Bibliographische Angaben zur Publikation

Kennen Vorgesetzte die vorhandenen Unterstützungs(strukturen) für Mitarbeitende mit Behinderungen? Eine Untersuchung am Beispiel von Professorinnen und Professoren

Vortrag auf dem 28. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 15. bis 17. April 2019 in Berlin



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation - Shaping healthcare for the future


Autor/in:

Groth, Susanne; Bauer, Jana Felicitas; Niehaus, Mathilde


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2019, Seite 257-258


Jahr:

2019



Link(s):


Ganzen Text lesen (in: Reha-Kolloquium 2019) (PDF | 3,4 MB)


Abstract:


Die Gruppe der Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit Behinderungen hat bislang weder in der Debatte um eine inklusive Hochschule noch in der Diskussion um eine chancengerechte Teilhabe am Arbeitsleben hinreichend Berücksichtigung gefunden. Eine Pilotstudie von Niehaus und Bauer (2013) gibt erste Hinweise darauf, mit welchen Barrieren hochqualifizierte Menschen mit Behinderungen am Übergang ins Berufsleben und am Arbeitsmarkt konfrontiert sind.

Neben den 'Barrieren in den Köpfen' stellen Unwissenheit beziehungsweise schlechte Aufklärung und eine mangelnde Unterstützung große Hindernisse bei einer erfolgreichen Beschäftigungsaufnahme dar (Niehaus, Bauer, 2013). Im Rahmen des durch das BMAS geförderten Projektes PROMI - Promotion inklusive haben 45 Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit Behinderung an insgesamt 21 Hochschulen in ganz Deutschland die Möglichkeit zur Promotion erhalten. Ein Ziel des Projektes ist es, herauszufinden, wie nachhaltige Strukturen an den teilnehmenden Hochschulen etabliert und neue Zugangsmöglichkeiten für Absolventinnen und Absolventen mit Behinderung eröffnet werden können.

Aus diesem Grund wird untersucht, inwiefern bestehende Angebote und Unterstützungsstrukturen bekannt sind, genutzt werden und den Bedarfen von Promovierenden gerecht werden. Da den betreuenden Professorinnen und Professoren als direkte Vorgesetzte im Promotionsprozess eine besondere Rolle als so genannte Gatekeeper (Deuchar, 2008) zukommt, stellen sie eine Personengruppe dar, die für die Beschäftigungsaufnahme und den Erfolg der Arbeit ausschlaggebend sind.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Promotionsbetreuerinnen und -betreuer unterschiedliche Auffassungen von ihrer Rolle als Vorgesetzte oder Vorgesetzter und ihrer Verantwortlichkeit im Promotionsprozess haben, meist abhängig von ihrem Verständnis der Forschung und ihren bisherigen Erfahrungen im System der Universitäten. Dadurch, dass Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen beziehungsweise Promovierende mit Behinderungen hochschulpolitisch bislang nur wenig Berücksichtigung fanden, ist das Wissen über Unterstützungsmöglichkeiten und -strukturen bei betreuenden Professorinnen und Professoren noch sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Um für Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit Behinderungen bessere Zugangsmöglichkeiten in das System Wissenschaft auszubauen, ist es also notwendig, ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen und potenzielle Promotionsbetreuerinnen und -betreuer zu sensibilisieren. Eine Zusammenstellung von zugeschnittenen Informationsmaterialien und Handlungsempfehlungen könnte ebenfalls hilfreich sein, um diese Lücke zu füllen. Die Ergebnisse aus dem Projekt PROMI - Promotion inklusive - tragen dazu bei, zielgruppenspezifische Handlungsempfehlungen abzuleiten.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '28. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation - Shaping healthcare for the future' | REHADAT-Literatur
Projekt PROMI - Promotion inklusive | REHADAT-Forschung




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Forschungsportal der Deutschen Rentenversicherung
Homepage: http://forschung.deutsche-rentenversicherung.de/ForschPortal...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV129765


Informationsstand: 27.06.2019

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