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Bibliographische Angaben zur Publikation

Sag ich's? Umgang mit chronischen Erkrankungen am Arbeitsplatz: Die Rolle betrieblicher Akteurinnen und Akteure

Vortrag auf dem 28. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 15. bis 17. April 2019 in Berlin



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation - Shaping healthcare for the future


Autor/in:

Jakob, Laura; Bauer, Jana; Chakraverty, Veronika [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2019, Seite 255-257


Jahr:

2019



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 3,4 MB).


Abstract:


Zum Erhalt und zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit sieht der Gesetzgeber eine Vielzahl von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben vor. Um diese Leistungen in Anspruch nehmen zu können, ist es notwendig, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Arbeitskontext zumindest in Teilen ihre Erkrankung oder Behinderung offenlegen. Rechtlich sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nur dann dazu verpflichtet, gesundheitliche Beeinträchtigungen zu offenbaren, wenn sie die vertraglich vereinbarten Arbeitsaufgaben nicht verrichten können, wenn es besondere berufsspezifische Risiken gibt oder wenn Dritte gefährdet werden.

Insbesondere bei nicht sichtbaren Erkrankungen oder Behinderungen tendieren Betroffene oft dazu - auch aus Angst vor schlechteren beruflichen Aufstiegschancen oder Stigmatisierung - ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht zu thematisieren (Bauer et al., 2017). In diesem Fall können jedoch eigentlich notwendige Leistungen nicht in Anspruch genommen werden, was wiederum zu geminderter Leistungsfähigkeit, steigenden Fehlzeiten, Unzufriedenheit auf Seiten der Betroffenen und Unstimmigkeiten im Team führen kann.

Betroffene können oft nicht abschätzen, welche Art des Umgangs in ihrer individuellen Situation am besten ist, sodass Abwägungen zu der Frage ob, wie und wann das Arbeitsumfeld über nicht sichtbare gesundheitliche Beeinträchtigungen informiert werden soll, schnell zur Überforderung werden. Bei dieser schwierigen Entscheidung können betriebliche Akteurinnen und Akteure als unterstützende Ansprechpersonen fungieren.

Sowohl Betriebsärztinnen und -ärzte als auch Interessenvertretungen gelten als vertrauensvolle Beraterinnen und Berater und sind in der Regel mit den betrieblichen Rahmenbedingungen vertraut. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass betriebliche Akteurinnen und Akteure in ihrer täglichen Arbeit mit der Thematik konfrontiert werden und hierzu eine Expertise entwickeln. Bisher ist jedoch wenig darüber bekannt, inwiefern betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betriebliche Akteurinnen Akteure in die Entscheidung zur Offenbarung nicht sichtbarer gesundheitlicher Beeinträchtigungen im Unternehmen einbeziehen, wie die verschiedenen Akteurinnen und Akteure mit dieser Thematik umgehen und welches Wissen sie zu relevanten (betrieblichen) Rahmenbedingungen entwickeln.

Die vorliegende explorative Untersuchung bildet somit einen ersten Schritt, die Erfahrungen und die Expertise betrieblicher Akteurinnen und Akteure zu nutzen, mit dem langfristigen Ziel Unterstützungsangebote für Betroffene und Akteurinnen und Akteure abzuleiten.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '28. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation - Shaping healthcare for the future'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV129764


Informationsstand: 26.06.2019

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