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Bibliographische Angaben zur Publikation

Maladaptive Schemata nach Young bei psychiatrischen Rehabilitanden in Abhängigkeit von Berufstätigkeit sowie Vorhersagewert für Aktivitäten und Teilhabe

Vortrag auf dem 28. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 15. bis 17. April 2019 in Berlin



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation - Shaping healthcare for the future


Autor/in:

Senft, Birgit; Affenzeller, Andreas; Schosser, Alexandra


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2019, Seite 47-50


Jahr:

2019



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 3,4 MB).


Abstract:


Schemata nach Young sind stabile, Trait-artige Überzeugungen über sich selbst und die Welt, die aufgrund früher negativer Erfahrungen entstanden sind. Sie sind mit den drei Kernüberzeugungen nach Clark und Beck (1999) vergleichbar, wurden aber stärker ausdifferenziert. 18 Schemata werden in fünf Domänen zusammengefasst (Renner et all., 2014). Der Schema-Therapie-Ansatz ist grundsätzlich störungsübergreifend, zahlreiche Befunde liegen zur Wirksamkeit bei Persönlichkeitsstörungen vor (Roediger & Zarbock, 2015), aber auch zu Psychotherapie im stationären Setting (Roediger et al., 2018). Schemata können starken Einfluss auf die Befindlichkeit und Arbeitsfähigkeit haben, da sie stärker mit Psychopathologie zusammenhängen als mit Symptomen einer Persönlichkeitsstörung (Kriston et al., 2013).

Ziel der psychiatrischen Rehabilitation ist neben der Symptomverbesserung die Steigerung der Arbeitsfähigkeit. Berufstätige Patienten und Patientinnen der ambulanten medizinisch-psychiatrischen Rehabilitation in Wien erzielten in den letzten Jahren durchwegs positivere Outcomes als arbeitslose Patienten und Patientinnen, und wiesen kritischere Werte bei Aktivitäten und Teilhabe auf. Ziel der Studie ist die Erfassung von Spezifika in den maladaptiven Schemata nach Young in Abhängigkeit vom beruflichen Status. Weiter soll der Einfluss der Schemata auf Aktivitäten und Teilhabe ermittelt werden.

Befunde aus der Literatur zu Zusammenhängen mit der Symptombelastung konnten ähnlich stark für Zusammenhänge mit Aktivitäten und Teilhabe ermittelt werden. Maladaptive Schemata hängen also nicht nur stark mit der Symptombelastung, sondern auch deutlich mit den Skalen zu Aktivitäten und Teilhabe zusammen. Sie sind bei arbeitslosen Rehabilitandinnen und Rehabilitanden im Schnitt stärker ausgeprägt. Die überdauernden negativen Überzeugungen könnten mitverantwortlich für Probleme im Berufsleben sein, und einen Wiedereinstieg in die berufliche Tätigkeit erschweren. Neben dem Einbezug der Schemata in die psychologische/psychotherapeutische Diagnostik könnte sich die psychoedukative Vermittlung der Schemata und ihrer Auswirkungen günstig auf den Behandlungsverlauf und auf das Krankheitsverständnis sowie subjektive Krankheitskonzepte auswirken.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '28. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation - Shaping healthcare for the future'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV129704


Informationsstand: 01.07.2019

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