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Bibliographische Angaben zur Publikation

Behindertenbeschäftigung

Betriebliche Barrieren und öffentliche Förderung



Sammelwerk / Reihe:

IIMV Discussion papers, Band IIM/LMP84-08


Autor/in:

Semlinger, Klaus


Herausgeber/in:

Internationales Institut für Management und Verwaltung (IIMV)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 1984, 93 Seiten


Jahr:

1984



Abstract:


Das Papier präsentiert empirische Ergebnisse einer Untersuchung zur Arbeitsmarktpolitik für Behinderte, die im Zusammenhang mit einem übergeordneten Projekt zur Steuerungstheorie des Arbeitsmarktes steht.

Die Veröffentlichung beschränkt sich weitgehend auf die Darlegung und Interpretation von Erkenntnissen, die im Rahmen einer mündlichen Befragung in Betrieben, Arbeitsämtern und Hauptfürsorgestellen gewonnen wurden.

Im Mittelpunkt des Untersuchungsinteresses stand die Frage nach den Ursachen der besonders benachteiligten Arbeitsmarktsituation Schwerbehinderter. Nachgegangen wurde deshalb den betrieblichen Entscheidungsstrukturen, -prozessen und -kalkülen bei personalpolitischen Selektionsentscheidungen und der Behandlung und Wahrnehmung Schwerbehinderter durch betriebliche Entscheidungsträger.

Die Befragung in den Arbeitsämtern und Hauptfürsorgestellen konzentrierte sich auf deren Beziehung zu den betrieblichen Politikadressaten. Hierbei ging es vornehmlich um die Frage struktureller und/oder verfahrensabhängiger Einflüsse auf ihre Akzeptanz durch die Betriebe im Bereich der Beschäftigungsförderung Schwerbehinderter.

Wie sich in der Befragung zeigte, sind die Ursachen für die Vermittlungsprobleme Schwerbehinderter zu großen Teilen identisch mit denen anderer Schwervermittelbarer. Ferner wurde deutlich, dass die gesonderte Organisation der Schwerbehindertenvermittlung mit erheblichen dysfunktionalen Effekten verbunden ist. Unbeschadet der Erfordernis spezifischer Rehabilitationshilfen erscheint es deshalb angebracht, diese Sonderorganisation der Schwerbehindertenvermittlung aufzugeben beziehungsweise grundlegend zu verändern.

Die Analyse der unterschiedlichen Kooperationsbeziehungen zwischen öffentlichen Förderungsinstanzen und Betrieben bei Einstellungen und Entlassungen, zeigt schließlich, dass es der stärkeren institutionellen Absicherung der rechtzeitigen Einbeziehung 'des' Behinderteninteresses in den betrieblichen Prozess bei Einstellungsentscheidungen bedarf.

[Aus: Autorenreferat]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


k. A.

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Referenznummer:

R/NV0875


Informationsstand: 24.10.1990

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