Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Case Management und Netzwerkkooperation zur Erhaltung von Beschäftigungsverhältnissen behinderter Menschen

Chancen, Probleme und Handlungsmöglichkeiten



Autor/in:

Faßmann, Hendrik


Herausgeber/in:

Institut für empirische Soziologie Nürnberg (ifes)


Quelle:

Materialien aus dem Institut für empirische Soziologie, 2003, Heft 2, Nürnberg: Eigenverlag, Online-Ressource, ISSN: 1616-6884 (Print); 1618-6540 (Online)


Jahr:

2003



Link(s):


Link zu den Materialien (PDF).


Abstract:


Langzeitkranke und behinderte Personen sind bekanntlich einem besonderen Risiko ausgesetzt, ihren angestammten Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu verlieren. Einem frühzeitigen aktiven Eingreifen werden deshalb besonders gute Chancen zugeschrieben, einer beruflichen Ausgliederung solcher Menschen entgegenwirken zu können. Aus diesem Grunde legte die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation im Jahre 2000 ein Konzept für ein Modellprojekt Case Management zur Erhaltung von Beschäftigungsverhältnissen behinderter Menschen (CMB) vor.

Zielgruppe sind alle behinderten ArbeitnehmerInnen und Auszubildende, bei denen zu erwarten ist, dass sie in Zukunft ihre berufliche Tätigkeit am bisherigen Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplatz nicht mehr uneingeschränkt ausüben können, der Betrieb aber bereit ist, sie nach einer entsprechenden Umgestaltung des Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplatzes, Umsetzung oder beruflichen Anpassung weiter zu beschäftigen oder auszubilden.

Das Konzept sieht vor,
- gesundheitlich beeinträchtigte oder behinderte und deshalb von einem Verlust des Beschäftigungsverhältnisses bedrohte Personen ausfindig zu machen sowie
- nach Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung dieser Personen zu suchen - dabei können insbesondere folgende Alternativen zur behinderungsgerechten Wiedereingliederung zum Einsatz kommen:
- stufenweise Wiedereingliederung,
- spezielles Training oder übung von Fähigkeiten und Fertigkeiten,
- Vermittlung notwendiger Qualifikationen im bisherigen Betrieb (oder auch extern),
- behindertengerechte räumliche Anordung und Arbeitsplatzgestaltung,
- behindertengerechte Veränderung des Arbeitsablaufs/Arbeitsinhalts,
- Auswahl beziehungsweise Entwicklung technischer Arbeitshilfen,
- Teilmechanisierung,
- Umsetzung auf einen behindertengerechten Arbeitsplatz oder
- Schaffung eines neuen Arbeitsplatzes.

Aufgabe von CMB-Stellen, die mit der Durchführung des Case Managements beauftragt sind, ist es, in enger Kooperation mit dem Betrieb die ngeativen Auswirkungen der Behinderung auf die Beschäftigung durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu kompensieren. Der Case Manger fungiert dabei als Vermittler zwischen Rehabilitand, Arbeitgeber und anderen Rehabilitationsträgern, pflegt Kontakte zum Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK), dem Ärztlichen Dienst (ÄD), dem Psychologischen Dienst (PD) und dem Technischen Fachdienst (TD) des Arbeitsamtes sowie Betriebsräten, Schwerbehindertenvertrauenspersonen, Betriebsärztinnen, Arbeitsassistentinnen und Bildungsträgern.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (ifes)
Homepage: https://www.ifes.fau.de/referenzen/publikationen/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV0388


Informationsstand: 20.11.2003

in Literatur blättern