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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitszufriedenheit und arbeitsbezogene Verhaltens- und Erlebensmuster bei gesundheitsbedingten Einschränkungen der Berufsausübung: Zur Relevanz psychosozialer Behandlungsmodule in der orthopädischen Rehabilitation

Vortrag auf dem 16. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Bethge, Matthias; Thren, Karsten; Müller-Fahrnow, Werner


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 410-412, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


Seit Mitte der 90er Jahre sind in der orthopädischen Rehabilitation zunehmend therapeutische Aktivitäten zu beobachten, die sich mit den Folgen muskuloskeletaler Erkrankungen für das Erwerbsleben der Betroffenen auseinandersetzen. Therapien für Patienten mit besonderer beruflicher Problemlage konzentrieren sich meist auf die physischen Aspekte, ohne dabei die psychischen und mentalen Belastungen mit einzubeziehen.

Die vorgestellte Studie untersucht, ob bei Patienten der orthopädischen Rehabilitation Zusammenhänge zwischen berufsbezogenen psychosozialen Faktoren und subjektiver Erwerbsprognose bestehen. Soziodemografische Variablen wie Geschlecht und Alter sowie der körperliche Gesundheitszustand bezüglich Schmerzintensität und körperliche Funktionsbeeinträchtigung wurden mit berücksichtigt.

Die Untersuchung umfasst Daten von 694 Versicherten der Deutschen Rentenversicherung Westfalen mit muskuloskeletalen Erkrankungen, die eine stationäre orthopädische Rehabilitation durchliefen. Sie wurden nach ihrem subjektiven Empfinden über ihre Erwerbsprognose befragt. Um den Einfluss des körperlichen Gesundheitszustands und der soziodemografischen Variablen kontrollieren zu können, wurden multiple logistische Regressionen gerechnet.

In den Ergebnissen zeigt sich, dass knapp die Hälfte der Patienten ihre zukünftige Berufsfähigkeit als ungünstig bewertet. Sie erwarten längerfristig starke gesundheitsbedingte Einschränkungen ihrer Berufsausübung. Ein Zusammenhang von berufsbezogenen psychosozialen Variablen und gesundheitsbedingten Einschränkungen der Berufsausübung konnte festgestellt werden. Patienten mit geringer Arbeitszufriedenheit, hoher Verausgabungsbereitschaft, hohem Perfektionsstreben und geringer Distanzierungsfähigkeit weisen dabei ein deutlich höheres Risiko für eine ungünstige subjektive Erwerbsprognose auf.

Daraus lässt sich folgern, dass psychische Belastungen zukünftig in Form von psychosozialer Intervention in die orthopädische Rehabilitation integriert werden sollten. Schließlich ist in vorherigen Studien bereits die Wirksamkeit psychologischer Intervention bei muskuloskeletalen Erkrankungen bewiesen worden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL137873


Informationsstand: 19.10.2007

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