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Bibliographische Angaben zur Publikation

Coaching als Methode in der beruflichen Rehabilitation von Schlaganfallpatienten aus besonders anspruchsvollem beruflichen Umfeld

Vortrag auf dem Sechzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Fritzsche, Dorothe


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 306-307, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


Die berufliche Wiedereingliederung von Schlaganfallpatienten steht bei den Kostenträgern, den Renten- und Krankenversicherern an vorderster Stelle.

Die vielfältigen Angebote des Systems richten sich in erster Linie an Arbeiter und Angestellte in bestenfalls mittleren Positionen. Nicht erfasst werden Höherqualifizierte, Manager, Führungskräfte, Unternehmer und Freiberufler, denen keine adäquaten Maßnahmen angeboten werden.

Das Projekt Coaching für Schlaganfallpatienten richtet sich speziell an diese Zielgruppe, um Betroffene aus anspruchsvollem beruflichen Umfeld individuell auf den Wiedereinstieg vorzubereiten.

Die Situation der Höherqualifizierten war geprägt von permanenter Stressbelastung, überdurchschnittlichem Arbeitseinsatz, hoher Arbeitsdichte und vor allem durch ein hohes Maß an Verantwortung. Die Klientel weist besondere Merkmale und Erwartungshaltungen wie auch spezifische Wahrnehmungsmuster auf und benötigt eine ihren Bedarfen entsprechende Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung.

In der Managementberatung ist Coaching - eine Form der individuellen Beratung und Begleitung, die gekennzeichnet ist durch eine klare Ziel und Aufgabensetzung und zeitliche Beschränkung - inzwischen voll anerkannt und in allen größeren Unternehmen Teil der Personalentwicklung. Es scheint somit auch im Zusammenhang mit der beruflichen Rehabilitation dieser Zielgruppe besonders geeignet.

Der Ablauf ist in vier Phasen unterteilt.

In Phase eins, Rekonstruktion der beruflichen Anforderungssituation vor dem Krankheitsereignis, werden die hohen Anforderungen aus dem Berufsalltag genau analysiert. Diese stellen die Grundlage für die Entwicklung eines individuellen Trainingsplans dar.

Die zweite Phase, Krankheitsbewältigung, dient der Reflektion der Ursachen und Folgen der Erkrankung und der Integration in die jeweils persönliche Lebensbetrachtung. Somit kann eine Neudefinition der beruflichen Ziele und der Lebensentwürfe erfolgen.

In Phase drei, Training berufsrelevanter Fähigkeiten, wird, angelehnt an die Ergebnisse aus Phase eins und zwei, ein detailliertes Fähigkeitsprofil entwickelt. Dieses dient als Grundlage für ein individuelles Trainingsprogramm.

Die vierte Phase, Work-Life-Balance-Coaching, dient der Austarierung der Lebens- und Arbeitswelt, da die Zielgruppe häufig ein hohes Maß an Selbstausbeutung bei gleichzeitiger Vernachlässigung der Privatsphäre und eines gesundheitsorientierten Lebensstils zeigt. Das Ziel ist die Vorbeugung einer erneuten Erkrankung.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton'




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL137857


Informationsstand: 02.10.2007

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