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Bibliographische Angaben zur Publikation

Prädiktoren der Integration in das Erwerbsleben von Teilnehmern der stationären beruflichen Rehabilitation

Vortrag auf dem 16. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Köster, Torsten; Fehr, Manuela; Slesina, Wolfgang


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 291-294, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


Menschen, die aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung zu einer beruflichen Umorientierung gezwungen sind, können unter anderem Umschulungen in Berufsförderungswerken (BFW) in Anspruch nehmen. Zu den Prädiktoren für die berufliche Wiedereingliederung umgeschulter Rehabilitanden zählten bisher vor allem soziodemografische und arbeitsmarktbezogene Variablen, aber auch der Ausbildungsberuf und der Grad der Behinderung (GdB). Die Studie zur Qualität beruflicher Reha-Maßnahmen überprüft weitere Merkmale als mögliche Prädiktoren der Integration in das Erwerbsleben zwölf Monate nach Umschulungsabschluss.

Es wurden Rehabilitanden aus drei Berufsförderungswerken (alte und neue Bundesländer) befragt, die im Sommer 2003 eine stationäre zweijährige Umschulung begonnen hatten. Ein Jahr nach der Rehabilitation standen 55 Prozent der Umschulungsabsolventen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis.

Zehn Variablen gingen in das Prognosemodell ein, wobei nacheinander die Merkmale Geschlecht, Unterbringung im BFW und das Alter ausgeschlossen wurden. Die verbleibenden sieben Variablen wurden in die endgültige Regressionsrechnung aufgenommen.

Der stärkste Effekt zeigte sich im regionalen Arbeitsmarkt. Ein Jahr nach Umschulungsende ist das Arbeitslosigkeitsrisiko für die im Landesarbeitsamtsbezirk Nord beheimateten Rehabilitanden gegenüber den Rehabilitanden, deren Wohnort in einem der westlichen Landesarbeitsamtsbezirke liegt, 19,4-fach erhöht. Für die in den östlichen Landesarbeitsamtsbezirken wohnenden Rehabilitanden liegt das Risiko 12,9-fach höher.

Ein weiteres Merkmal stellt der Schulabschluss dar. Rehabilitanden, die höchstens einen Hauptschulabschluss besitzen, weisen gegenüber den Rehabilitanden, die über die mittlere Reife verfügen, ein 3-fach erhöhtes Risiko auf, ein Jahr nach Umschulungsende erwerbslos zu sein. Gegenüber jenen mit mittlerer Reife ist das Erwerbslosigkeitsrisiko der Rehabilitanden mit (Fach-) Hochschulreife ebenfalls erhöht.

Das Risiko einer Erwerbslosigkeit bei Rehabilitanden, die einen Dienstleistungsberuf erlernt haben, ist im Vergleich zu den in Fertigungsberufe umgeschulten Rehabilitanden 2,8-fach erhöht. Weitere Effekte im Hinblick auf das Risiko der Erwerbslosigkeit zeigen die Merkmale geringe internale Kontrollüberzeugung, hohe gesundheitliche Belastung durch Schmerzen sowie geringe soziale Unterstützung.

Das Studienergebnis macht deutlich, dass die Integration in das Erwerbsleben bereits zu Beginn einer stationären Umschulung sehr gut vorhergesagt werden kann. Für die Berufsförderungswerke könnten sich daraus noch weitere Ansatzpunkte für eine gezielte Förderung ergeben.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL137851


Informationsstand: 19.09.2007

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