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Bibliographische Angaben zur Publikation

Jugendliche mit Cerebralparese

Rehabilitation - berufliche Eingliederung - Verbleibstudie



Autor/in:

Hahne, Jochen


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

München: Eigenverlag, Online-Ressource, 2006, 140 Seiten: PDF


Jahr:

2006



Link(s):


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Abstract:


Anmerkung:

Dissertation an der Fakultät für Medizin in München.

Hintergrund:

Das Spastiker-Zentrum München ist eine seit 50 Jahren bestehende Spezialeinrichtung zur Behandlung und ganzheitlichen Förderung von Menschen mit infantiler Cerebralparese (ICP). Das Zentrum bietet mit seinem Berufsbildungswerk Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ICP aus dem gesamten Bundesgebiet die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss zu erwerben und anschließend eine auf die Behinderung abgestimmte Berufsausbildung zu erlangen. Häufig stellt dies die einzige Ausbildungsmöglichkeit für den behinderten Jugendlichen dar. Ergebnisse einer Vollerhebungsstudie über die berufliche Situation, Arbeitslosigkeit, Persönlichkeits- sowie gesundheitliche Entwicklung der Absolventen der letzten 30 Jahre des Spastiker-Zentrums München werden vorgestellt.

Fragestellung:

Ziel der Studie war es Langzeitergebnisse über die berufliche und soziale Integration von Menschen mit ICP zu erhalten und Einflüsse des Schweregrades der Behinderung auf die Faktoren Arbeit, beziehungsweise Arbeitslosigkeit zu analysieren. Zusätzlich wurden Ergebnisse in Bezug auf gesundheitliche Situation und Persönlichkeitsentwicklung erhoben. Material und Methoden: 594 Absolventen des Spastiker-Zentrums München der letzten 30 Jahre wurden mit Hilfe eines selbst entwickelten Fragebogens im Hinblick auf Arbeitstätigkeit, Arbeitslosigkeit, Schwere der Behinderung, gesundheitliche Situation, Wohnform und Persönlichkeitsentwicklung befragt. Die statistische Auswertung erfolgte durch SPSS 12.0, Häufigkeitsverteilungen und non-parametrische Tests.

Ergebnisse:

Die Rücklaufquote lag bei 58,4 Prozent. 97 Prozent aller Absolventen schlossen die Ausbildung erfolgreich ab. 80 Prozent der Absolventen waren seit Abschluss ihrer Berufsausbildung überwiegend in Arbeit. Aktuell haben 75 Prozent Arbeit und 15 Prozent sind arbeitslos. Es gab keinen statistischen Zusammenhang zwischen dem Schweregrad der Behinderung und beruflicher Integration. Neben der beruflichen Integration interessierte auch die gesundheitliche Situation und die Persönlichkeitsentwicklung der Absolventen. Bei einem Drittel der Patienten hat sich die gesundheitliche Situation verbessert, während sie bei mehr als der Hälfte stabil blieb. 85 Prozent der Absolventen betonten die Verbesserung der Selbstständigkeit, des Selbstbewusstseins und der Kontaktfreudigkeit während der Zeit im Spastiker-Zentrum.

Schlussfolgerung:

Diese erfreulichen Ergebnisse zeigen, dass berufliche Rehabilitation mit multimodaler Förderung behinderte Jugendliche auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes vorbereitet und hohe Integrationsquoten sichert. Sie sollten Motivation dafür sein, sich weiterhin um die Integration behinderter Menschen zu bemühen und diese zu fördern.

[Kurzfassung]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Young people with cerebral palsy

Rehabilitation - Occupational integration - Long-term follow-up

Abstract:


Background:

The 'Spastiker Zentrum München' (Center of cerebral palsy) is a special institution where people with infantile cerebral palsy (ICP) are treated. The centre gives children and young adults with cerebral palsy from all over Germany the chance to pass the school exams and afterwards to participate in different special job-trainings. In this study data regarding the occupational situation, unemployment, the development of the personal and health status of the graduates of the last 30 years of the 'Spastiker-Zentrum München' was collected and evaluated.

Target of the study:

The study aimed at getting long-term results regarding the occupational and social integration of people with ICP. A relationship between working-situation and grade of disability should be determined. Addit ionally results regarding the personal situation and the status of health of the individuals were evaluated.

Material and methods:

Using a self created questionnaire 594 graduates (1977-2003) of the 'Spastiker-Zentrum München' were asked about their job-situation, unemployment, working-field, grade of disability, health, priva te and social situation. The results were statistically analyzed by using SPSS 12.0 .

Results:

58,4% of the graduates of the 'Spastiker-Zentrum München' answered the questionnaire. 97% of all graduates passed their final exam successfully. 80% were most of their time integrated on the job-market. Currently 75% are in work and 15% are unemployed. The results showed no significant difference between the grade of disability and the integration on the job market. Apart from the occupational situation the health and personal situation was evaluated also. One third of the graduates improved their health status whilst more than half of them reported a stabile status. 85% had improved their self-confidence, self-assurance and the communication skills.

Conclusion:

These positive results indicate, that occupational rehabilitation adequately prepares patients with ICP for the modern job-market and guarantees high rates of integration. These numbers should be motivating to continue to support occupational rehabilitation and integration of people with cerebral palsy.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Die Arbeit ist recherchierbar unter
Homepage: http://www.dnb.de/DE/Wir/Kooperation/dissonline/dissonline_n...

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Homepage: http://www.dnb.de/DE/Home/home_node.html

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Referenznummer:

Diss0003


Informationsstand: 07.04.2008

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