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Angaben zum Forschungsprojekt

SARAH - stationäre versus ambulante Rehabilitation bei Patienten nach einem akuten koronaren Herzereignis

Erstmalig werden ambulante und stationäre Rehabilitation bei Patienten mit nachgewiesener koronarer Herzerkrankung nach einem akuten Ereignis (instabile Angina pectoris, Myokardinfarkt) in einer randomisierten Studie verglichen. Es werden kurz- und langfristige Auswirkungen auf die körperliche Belastbarkeit, die Belastbarkeit im Alltag, das psychosoziale Befinden, die klassischen und neu diskutierte Risikofaktoren, die berufliche Wiedereingliederung, das Auftreten erneuter kardiovaskulärer Ereignisse und die Mortalität sowie die Kosteneffektivität der beiden Rehabilitationsformen verglichen.

In diese offene, kontrollierte, randomisierte Interventionsstudie sollen 200 Patienten eingeschlossen werden. Diese werden zufallsmäßig einem Behandlungsarm zugewiesen. Zu Beginn (t0) und am Ende (t1) der intensiven stationären oder ambulanten Rehabilitation sowie nach 6 und 12 Monaten (t2, t3) werden oben genannte Parameter des Behandlungserfolges ermittelt. Über den gesamten Zeitraum werden mit Hilfe von Wochenbüchern die tatsächlich pro Patient anfallenden Kosten ermittelt.

Ziel der Studie ist, neben dem Vergleich kurz- und mittelfristiger Effekte der beiden Rehabilitationsformen auf o.g. Parameter, Kriterien zu finden, die es erlauben für jeden Patienten individuell die für ihn optimale Form der Rehabilitation nach akutem koronaren Ereignis möglichst ressourcenschonend festzulegen. Die Studie soll weiterhin als Pilotprojekt abschätzen lassen, ob randomisierte Interventionsstudien im Indikationsbereich kardiologische Rehabilitation durchführbar sind. Die unter anderem mit einem Kostenwochenbuch erhobenen Krankheitskosten können sich dadurch erheblich senken lassen.

Forschungsverbund Ulm

Hinweis: Die Informationen zu diesem Projekt sind archiviert und werden nicht mehr aktualisiert.



Beginn:

01.01.2002


Abschluss:

31.03.2005


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Abstract

The Comprehensive Cohort Design as alternative to the randomized controlled trial in rehabilitation research: advantages, disadvantages and implementation in the SARAH-study

In rehabilitation research new therapies have to be evaluated within randomized trials as the best choice for proving the efficacy. Randomized controlled trials are widely accepted as the definitive method for evaluating the efficacy of new therapies. The random assignment of patients to their treatment ensures the internal validity of the comparison of new treatments with controls. Often patiens in a randomized trial only represent a small proportion of the patiens who satisfy the entry criteria of the trial. This will especially be true in rehabilitation medicine because of strong preferences of the patiens for one or the other therapy. An assessment of the external validity of trial results can best be achieved by comparing the study population to the population of patients who met the eligibility criteria but did not consent to randomization. The Comprehensive Cohort Design (CCD) is designed to have the opportunity of recruiting all patients fulfilling these eligibility criteria regardless of their consent to randomisation. Advantages and disadvantages of this study design will be discussed in detail and in the example of the SARAH-study.


Referenznummer:

R/FOFVB8P9.2


Informationsstand: 15.06.2018