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Angaben zum Forschungsprojekt

Vieles ist möglich - Tandem Partner in der Wissenschaft

Ziel des Projektes ist es, den Zugang zum Arbeitsmarkt bzw. die Rückkehr dorthin für schwerbehinderte Menschen in der Wissenschaft zu erleichtern.
Das Paul-Ehrlich-Institut bringt Erfahrungen aus fast neun Jahren mit den so genannten Tandem-Modellen in das neue Projekt ein.
Nun soll sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene dazu beigetragen werden, Lösungen für die Integration schwerbehinderter Menschen in den Arbeitsmarkt zu entwickeln ('Mainstreaming').
Diese Ergebnisse können zu einer strukturellen Verbesserung der gesetzlichen Förderungsmöglichkeiten für schwerbehinderte Menschen, die im Bereich der Wissenschaft tätig sind, führen. Insgesamt werden in dem Projekt neue Beziehungen zwischen der Praxis und Akteuren aus dem Bereich der Exekutive und der Legislative gelebt.

Mehrere Institutionen führen das Projekt gemeinsam durch und setzen dabei jeweils eigene Schwerpunkte. Beim Projekt 'Vieles ist möglich - Tandem Partner in der Wissenschaft' sind unter anderem mit dabei:

- Robert Koch-Institut (RKI), Berlin:
Am RKI geht es um die Implementierung und Ausweitung des Tandem-Modells. Dieses Teilprojekt wird im Juli 2005 mit dem Ziel gestartet, die Tandem-Partnerschaft zu erproben und zu optimieren. Auch schwerbehinderte Auszubildende sollen in einem neu zu gründenden Ausbildungsverbund mit einem Industrieunternehmen eine Chance erhalten.

- Firma Merck, KGaA, Darmstadt:
Mit diesem Kooperationspartner soll ebenfalls ab Juli 2005 der Ansatz des Tandem-Modells auf die Zielgruppe der behinderten Auszubildenden ausgeweitet werden. Wichtiger Nebeneffekt ist dabei, die Sozialkompetenz aller Auszubildenden zu erhöhen. Behinderte Jugendliche mit dem Berufsziel Biologielaborant können hier eine berufliche Perspektive finden.

- Bundesakademie für öffentliche Verwaltung, Brühl:
Die Akademie wird intensiv über die Möglichkeiten zur Förderung von hochqualifizierten Behinderten informieren und ist so als Multiplikator ein wichtiger Kooperationspartner.

Universitäten werden die Beratung schwerbehinderter Studenten intensivieren. Es werden Wege aufgezeigt, die zu einer qualifizierten Berufsperspektive führen können. Ziel ist dabei auch zu verdeutlichen, mit welchen Barrieren behinderte Studenten oder Promovierende kämpfen müssen.

Ein Erfolg dieses Projektes könnte sein, dass der Zugang zu experimentellen Diplom- und Doktorarbeiten erleichtert werden kann. Wichtig dafür ist es, dass Förderrichtlinien die Belange angehender behinderter Wissenschaftler zukünftig stärker berücksichtigen.

Unterstützt wird das Projekt nicht nur finanziell von den so genannten strategischen Partnern:
- dem Landeswohlfahrtsverband Hessen,
- der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung in Bonn
- und Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.



Beginn:

01.07.2005


Abschluss:

31.12.2007


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Europäischer Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union
EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Landeswohlfahrtsverband Hessen
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3196


Informationsstand: 14.04.2020