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Angaben zum Forschungsprojekt

Entwicklung eines Instrumentariums zur integrierten Hilfeplanung

Entwicklung eines Instrumentariums zur integrierten Hilfeplanung für Menschen mit Behinderungen und für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten sowie zur Bildung von Gruppen mit vergleichbarem Hilfebedarf und zur Kalkulation der Maßnahmepauschalen

Im Zuge der Umsetzung des § 93 BSHG wird u. a. die ausschließlich einrichtungsbezogene Vergütung durch eine Vergütung ersetzt, die personenbezogene und einrichtungsübergreifende Elemente enthält. Vor diesem Hintergrund hat das ISG im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz ein für verschiedene Zielgruppen einheitliches Hilfeplanungsinstrument entwickelt, das eine individuelle Hilfeplanung mit der Durchführung von Leistungen und deren Vergütung in stringenter Weise miteinander verknüpft.

Das vorgeschlagene Konzept zur Entwicklung dieses Instrumentariums orientiert sich an den Strukturen des Hilfeprozesses, die nach den Gesichtspunkten der Bedarfsermittlung, der Leistungserbringung und der Vergütung gegliedert sind. Es knüpft an den Erkenntnissen an, die mit bisher vorliegenden Instrumentarien, insbesondere dem 'Integrierten Behandlungs- und Rehabilitationsplan' (IBRP) und dem in Rheinland-Pfalz erarbeiteten Metzler-Instrument, gewonnen wurden.

Die Schnittstelle zwischen der Hilfeplanung auf der einen Seite und der Finanzierung auf der anderen Seite bilden die individuell zu erbringenden Leistungen. Diese wurden zu Beginn des Projekts in einem gemeinsamen Katalog von Leistungskomplexen zusammengefasst, der für die verschiedenen Zielgruppen (psychisch kranke Menschen, Menschen mit körperlicher Behinderung, Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderungen, suchtkranke Menschen und Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten) Gültigkeit beansprucht. Die Leitungskomplexe für Kinder im Vorschulalter folgen der gleichen Systematik, sind aber den Besonderheiten diese Gruppe angepasst.

Auf dieser Basis wurde das Instrument zur integrierten Hilfeplanung (IHP) erarbeitet. Neben einem Mantelbogen umfasst es zunächst einen Bogen I zur Erhebung der Grundsatzziele, der derzeitigen Situation und Problemlage sowie zur Identifizierung der Ziele, die in einem überschaubaren Rahmen erreicht werden sollen. Weiter werden in einem Bogen II zu verschiedenen Themengebieten die Fähigkeiten, Interessen und Ressourcen auf der einen Seite sowie die Beeinträchtigungen auf der anderen Seite ermittelt, bevor schließlich mithilfe des Aktionsplans (Bogen III) die in nächster Zeit zu leistenden Maßnahmen sowie deren Durchführung geplant werden. Die Vergütung der Hilfeleistungen wird unmittelbar von den geplanten Maßnahmen abgeleitet.



Beginn:

01.07.2001


Abschluss:

30.09.2002


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO2760


Informationsstand: 31.01.2020