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Angaben zum Forschungsprojekt

Integrative berufliche Rehabilitation von Personen mit Aphasie (IBRA) - Wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts

Ziel des Rehabilitationsprojektes war die Steigerung der Wirksamkeit integrativer Rehabilitationsmaßnahmen für Aphasiker und Aphasikerinnen durch:
- interdisziplinäre, synergetische Kooperation der in das Konzept eingebundenen Fachleute
- adressatengerechte Gestaltung und Umsetzung der Qualifizierungs- und Betreuungsangebote für Aphasikerinnen und Aphasiker durch ein professionelles Reha-Management und Qualifizierungsmaßnahmen für das Fachpersonal

Steigerung der Wirtschaftlichkeit (Effizienz) durch:
- Vernetzung der Modellpartner und Modellpartnerinnen
- Verkürzung des gesamten Rehabilitationsprozesses
- Kostenreduktion

Strukturmerkmale von IBRA:
- Frühzeitige Einleitung des Rehabilitationsprozesses
- Einbeziehung des sozialen Umfeldes in den Rehabilitationsprozess
- Abklärung von Eignungs- und Neigungsstrukturen sowie von Realisierungsmöglichkeiten am Arbeitsmarkt (Reha-Assessment)
- Verzahnung beruflicher, medizinischer und sozialtherapeutischer Betreuung und Versorgung (ganzheitliche Rehabilitation)
- bei Bedarf Einsatz zusätzlicher externer Personalkapazitäten
- Entwicklung einer tragfähigen Eingliederungsperspektive je nach Auswirkung der Behinderung mit dem Rehabilitanden beziehungsweise der Rehabilitandin
- Unterstützung der beratenden/ entscheidenden externen Stellen über die Möglichkeiten der Rehabilitation und Integration von Aphasikerinnnen und Aphasikern
- Vorbereitung der Wiedereingliederung durch organisatorische und persönliche Hilfen der rehabilitierenden Stellen (Case-Management)
- Systematische Reflexion (Supervision)
- der Gestaltung von Struktur, Ablauf und Ergebnis der Rehabilitationsprozesse
- der Aktivitäten pädagogisch und therapeutisch handelnder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Ziel und Konzeption der evaluativen Begleitforschung:
- Beurteilung von Effektivität und Effizienz von IBRA durch summative Evaluation, das heißt praxisorientierte Struktur-, Prozess- und Ergebnisevaluation
- Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung und Weiterentwicklung sowie Qualitätssicherung von IBRA durch formative Evaluation, das heißt entwicklungorientierte Evaluation im Sinne optimierter Maßnahmegestaltung beziehungsweise gegebenenfalls Anpassung von Zielen an die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen

Vorgehen der wissenschaftlichen Begleitung:
- qualitative Methoden, wie Gespräche, halbstandardisierte Interviews, Fallanalysen
- quantitative Methoden, wie Maßnahmendokumentation, standardisierte Interviews, Fragebogenerhebungen
- laufende handlungsorientierte Beratung der Projektakteure



Beginn:

01.11.2002


Abschluss:

30.11.2005


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt / Evaluation


Kostenträger:


Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
(jetzt: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen)
Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung - BMGS (2002-2005)
(vorher: Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung - BMA; seit 2005: BMAS)
Integrationsamt / Inklusionsamt Region Mittelfranken (vom Zentrum Bayern Familie und Soziales)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO2756


Informationsstand: 09.04.2020