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Angaben zum Forschungsprojekt

Zugang zu interaktiven Internet-Diensten für beeinträchtigte Nutzergruppen (I2BN)

Hintergrund:

Die Informationstechnik bietet älteren und behinderten Menschen die Möglichkeit zur Teilnahme am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben in einem bisher nicht gekannten Ausmaß. Eine Vielzahl von spezifischen Ein- und Ausgabetechniken errmöglicht Nutzern mit unterschiedlichsten Bedürfnissen die Arbeit mit ihrem PC, auch wenn die üblichen Schnittstellen (Bildschirm, Tastatur, Maus) nicht genutzt werden können. In der Praxis stellt jedoch der Zugang zu Internet-Angeboten, insbesondere zu interaktiven Diensten, für diesen Personenkreis eine Hürde dar, weil spezifische Ein- und Ausgabegeräte von den Browsern noch nicht optimal unterstützt werden und die Gestaltung der Internet-Angebote mit zunehmender Mutlimedialität häufig keine Rücksicht auf die spezifischen Anforderungen nimmt.

Projektziele:

Das Projekt I2BN will in einer Kombination paralleler Forschungs-, Entwicklungs-, Integrations- und Evaluationsschritte Menschen mit unterschiedlichstem Grad an Beeinträchtigung einen möglichst umfassenden Zugang zu interaktiven Internet-Angeboten- und Diensten inkl. elektronischer Signatur und Vertraulichkeitsmechanismen ermöglichen. Die Vision zielt auf die Entwicklung eines auf die individuellen Bedürfnisse des Anwenders hin einstellbaren 'Filters', der Internet-Dienste behindertengerecht konfiguriert. Die Evaluation der Entwicklungsergebnisse erfolgt an Hand von E-Government Anwendungen, da der öffentliche Bereich verpflichtet ist, seine Angebote allen Bürgern zugänglich zu machen. Grundsätzlich werden die Ergebnisse aber auf Internet-Angebote aller Art anwendbar sein.

Vielfältig nutzbare Resultate:
- Verschiedenste existierende WWW-Angebote werden auf die speziellen Bedürfnisse beeinträchtigter Web-Benutzer hin aufbereitet. Kommunale Dienste, die gerade für Behinderte von Bedeutung sind und derzeit nicht angeboten werden, werden neu entwickelt.
- Für Kommunen wird ein Kommunales Paket Beeinträchtige Nutzergruppen zusammengestellt, das basierend auf einem Lebenslagen-Konzept für Behinderte besonders interessante Dienstleistungen inkl. Security- und Signaturmechanismen enthält.
- Ergebnisse hinsichtlich des Filters können in Folgeprojekten weiterverwendet werden, etwa im Bereich des Mobile Computing (WAP etc.).
- Ergebnisse zur transparenten Integration der Securitymechanismen können auf weitere Anwendungen für Behinderte übertragen werden.



Beginn:

01.04.2001


Abschluss:

31.12.2003


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO2700


Informationsstand: 29.11.2019