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Angaben zum Forschungsprojekt

GehVor - Gesundheit hat Vorfahrt!

Der Anstieg an nicht nur vorübergehend mit gesundheitlichen Einschränkungen versehenen bis hin zu zeitweilig als nicht leistungsfähig attestierten Leistungsempfängern im SGBII ist im JC Halle (Saale) deutlich vorhanden. Es fehlt indes eine ausreichend gute Vernetzung, der im gesundheitsvor- und versorgenden Bereich agierenden Leistungsträger sowie derer für eine Teilhabe am sozialen Leben und am Arbeitsmarkt Zuständigen. Hier setzt der Grundgedanke des Projektes an. Es sollen sowohl individuell Hilfestellungen und konkrete Handlungsschritte für den einzelnen Betroffenen angeboten als auch Impulse zu einer stärker vernetzten Zusammenarbeit aller Akteure gesetzt werden.

Das Jobcenter Halle (JC) möchte zusammen mit AWO (Projektverbund aus SPI, RPK und PZH) über die Dauer von 5 Jahren ein Projekt durchführen, das die Gesundheit von Arbeitslosen im Kontext von Teilhabe am sozialen Leben verstärkt fördert und stärker als bisher Erwerbsfähigkeit sichert. Schwerpunkt sind präventive Maßnahmen, die eine umfassende Veränderung der Lebenslage bezwecken und den Fokus auf mehr Selbstbestimmung legen. Grundlage bildet u.a. eine enge organisatorische und personelle Verzahnung von JC und AWO in Räumen außerhalb des JC. Es sollen ca. 50 Teilnehmer mit laufendem Einstieg vorgehalten und ein individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer ausgerichtetes, niedrigschwelliges Präventivprogramm angeboten werden. Über die gesamte Laufzeit sind 150 Teilnehmer geplant. Die individuelle Betreuung der Teilnehmenden ist durch psychologisches und sozialpädagogisches Fachpersonal, bei einem sehr geringen Betreuungsschlüssel von 1:12 gesichert. Bei Bedarf ist die Anbindung an die klinische Psychiatrie gegeben. Weitere Säulen des Projektes sind eine Lotsenstelle, deren Aufgabe u.a. der Aufbau eines Netzwerkes beteiligter und interessierter Partner ist und ein umfassendes niederschwelliges Teilhabe- und Coachingprogramm. Begleitend über den gesamten Projektzeitraum sind darüber hinaus, Qualifizierungen der Integrationsfachkräfte des Jobcenters im Umgang mit der besonderen Personengruppe, zu diversen Krankheitsbildern und Gesprächstechniken geplant.



Beginn:

01.01.2020


Abschluss:

31.12.2024


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS); Bundesprogramm "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro"



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125931


Informationsstand: 03.04.2020