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Angaben zum Forschungsprojekt

Reha ohne Grenzen - Regionale Verzahnung von Leistungen zur beruflichen Teilhabe und Arbeitsförderung

Für langzeitarbeitslose Rehabilitanden der Deutschen Rentenversicherung besteht nach § 22 Abs. 2 SGB III ein Leistungsverbot der Jobcenter. Die damit verbundene geringere Chance der Bewerber mit Reha-Status auf eine berufliche (Re)Integration wird zusätzlich verstärkt durch Abstimmungsprobleme der Träger bei der Zusammenarbeit mit zukünftigen Arbeitgebern.

Im Modellvorhaben wird erstmals das Leistungsverbot der Jobcenter für arbeitslose Rehabilitanden der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland aufgehoben: Förderleistungen der Jobcenter können nun zielgerichtet auch für diese Zielgruppe erbracht werden. Bei der Betreuung der Bewerber arbeiten die Integrationsfachkräfte der Jobcenter eng mit den Reha-Fachberatern der Deutschen Rentenversicherung zusammen. Nach erfolgreicher Aktivierung werden die Teilnehmer*innen durch einen gemeinsamen Arbeitgeberstellenservice intensiv bei der Suche nach geeigneten Arbeitgebern unterstützt.

Das Modellvorhaben zielt darauf ab, langzeitarbeitslose oder in Langzeitleistungsbezug befindliche Rehabilitanden durch engmaschige Kontakte und gezielten Einsatz von Förderleistungen aus dem Portfolio der Jobcenter und der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland zu aktivieren, die aktivierten Teilnehmer leidensgerecht durch bewerberorientierte Stellenakquise und einheitliche Arbeitgeberansprache auf dem ersten Arbeitsmarkt zu platzieren und das Beschäftigungsverhältnis durch eine 12-monatige Nachbetreuung der Arbeitgeber und Teilnehmer*innen nachhaltig zu stabilisieren.

Die hohe methodische Qualität des Modellvorhabens (u.a. Zufallszuweisung der Teilnehmer*innen zu Teilnehmer- und Kontrollgruppe) erlaubt Aussagen zur Effektivität der erprobten innovativen Maßnahmen. Die Zielerreichung bildet dabei die Grundlage für eine Verstetigung inkl. gesetzlicher Verankerung dieser Maßnahmen.



Beginn:

01.11.2019


Abschluss:

31.10.2024


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS); Bundesprogramm "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro"



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125928


Informationsstand: 03.04.2020