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Angaben zum Forschungsprojekt

KiT - Koordination individueller Teilhabe - Bedarfsermittlung und Leistungserbringung wie aus einer Hand

Leistungen zur Teilhabe in Deutschland besitzen im internationalen Vergleich sowohl qualitativ als auch quantitativ ein vergleichsweise hohes Niveau. Menschen mit einem entsprechenden Bedarf haben eine hohe Chance, im Anschluss an die Inanspruchnahme solcher Leistungen wieder regelhaft und nachhaltig am Arbeitsleben und an der Gesellschaft teilzuhaben. Probleme entstehen im deutschen Rehabilitationssystem allerdings da, wo einzelne Teilhabeleistungen nicht mehr ausreichend sind, um im individuellen Fall dieses Ziel zu erreichen. Es bedarf eines Fallmanagements, um diese "Regieleistung" zu erbringen.

Ziel des Modellprojektes KiT ist deshalb die Erarbeitung und umfassende Erprobung einer einzelfallorientierten Koordination über Leistungs-(träger-)grenzen hinaus und damit einer Reha-Strategie wie aus einer Hand für Menschen mit einem komplexen gesundheitlichen Unterstützungs- und Teilhabebedarf.

Mit der individuellen Betreuung und Beratung von betroffenen Menschen durch feste Ansprechpartner/innen (Fallmanager/innen) erfolgt die Leistungserbringung im Verständnis einer Reha-Strategie wie aus einer Hand. Fallmanager/innen der Rentenversicherung fungieren als professionelle Lotsen im Gesundheits- und Reha-System und konzentrieren sich dabei auf die Interessen und Wünsche der Betroffenen. Dadurch wird deren Position gegenüber Reha-Trägern und auch Leistungserbringern erheblich gestärkt.

In einer ersten Phase des Projektes wird die Implementierung des Fallmanagements vorbereitet und die beteiligten Akteure zu Fallmanager/innen qualifiziert. In der zweiten Phase wird die Intervention in vier Modellregionen verschiedener Zielgruppen mit komplexen Problemlagen gemäß der Zielsetzung "Leistung wie aus einer Hand" umgesetzt. Dabei werden unterschiedliche Zugangswege und Indikationen fokussiert. In der dritten Phase erfolgt auf Basis der kontinuierlich überregional zusammengeführten Erkenntnisse der Transfer der erstellten Produkte wie Schulungscurriculum, Instrumente und Beratungspfade in die Routineorganisation der Rentenversicherung.



Bezug des Projekts zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF):
Die ICF ist kein ausdrücklicher Forschungsgegenstand, wird aber im Vorhaben genutzt, z.B. durch den Einsatz ICF-basierter Instrumente / Skalen zur Beschreibung von Untersuchungsvariablen, Verlaufsdokumentation, Ergebnismessung etc.



Beginn:

01.07.2020


Abschluss:

30.06.2025


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS); Bundesprogramm "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro"



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125912


Informationsstand: 27.03.2020