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Angaben zum Forschungsprojekt

Reflexion, Wissen, Können - Qualifizierung von Mitarbeitenden und Bewohner*innen zur Erweiterung der sexuellen Selbstbestimmung für erwachsene Menschen mit Behinderung in Wohneinrichtungen (ReWiKs) - Projektteil Reflexion

Im Projekt ReWiKs wurden verschiedene Materialien zur Erweiterung der sexuellen Selbstbestimmung in Leichter und schwerer Sprache für Bewohner*innen und Mitarbeitende in Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe entwickelt.
Die drei Teilbereiche des Projekts (Reflexion, Wissen, Können) bedienen mithilfe unterschiedlicher Materialien verschiedene Bedarfe im Zusammenhang mit der Erweiterung sexueller Selbstbestimmung im institutionellen Kontext der Wohneinrichtungen. So haben Mitarbeitende und Bewohner*innen beispielsweise die Möglichkeit eigene Haltungen sowie Strukturen und Praktiken innerhalb der Einrichtung zu reflektieren (Reflexion). Des Weiteren finden sie in den Materialien Informationen zur vertieften Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen im Kontext von Sexualität und Selbstbestimmung (Wissen) und erhalten Anregungen und Ideen für konkrete Veränderungsprozesse in der Wohneinrichtung (Können).

Folgende Materialien sind in den jeweiligen Bereichen entwickelt worden:

Projektteil 'Reflexion':
- Fragebuch (bzw. Frage-Buch) in schwerer und Leichter Sprache mit Reflexionsfragen
- Handbuch (bzw. Erklär-Buch) in schwerer und Leichter Sprache mit Erläuterungen zum Umgang mit den Reflexionsmaterialien

Projektteil 'Wissen':
- 6 Themenhefte in schwerer Sprache zu verschiedenen Themen im Kontext sexueller Selbstbestimmung
- 5 Lesebücher in Leichter Sprache zu verschiedenen Themen im Kontext sexueller Selbstbestimmung

Projektteil 'Können':
- Praxishandbuch (bzw. 11 Praxis-Hefte) in schwerer Sprache und Leichter Sprache mit Ideen, Anregungen und Beispielen aus der Praxis
- Wörter-Buch in Leichter Sprache zum Nachschlagen schwerer Wörter

Parallel zur Entwicklung der Materialen wurden im Projekt ReWiKs auch Bildungsangebote für Bewohner*innen (Arbeitskreise) und für Mitarbeitende (Lots*innen-Schulung) entwickelt und erprobt.

Arbeitskreise:
Im freien Setting der "Arbeitskreise" konnten Bewohner*innen sich über sämtliche Themen im Kontext von Sexualität und Selbstbestimmung austauschen.

Lots*innen-Schulung:
Bei der Lots*innen-Schulung ging es darum, Multiplikator*innen durch das Fortbildungsangebot in die Lage zu versetzen sexuelle Selbstbestimmung in ihrer Organisation konzeptuell zu verankern.

Aus den bisherigen Rückmeldungen und Evaluationen stellen sich beide Konzepte als in der Praxis umsetzbar sowie wertvoll und empowernd für die jeweilige Zielgruppe dar.



Beginn:

01.11.2014


Abschluss:

31.05.2019


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125841


Informationsstand: 23.04.2019