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Angaben zum Forschungsprojekt

Initiative zum Abbau beruflicher Barrieren (IZABB)

Ziel des Projektes IZABB ist die Verbesserung der Bedingungen und des Zugangs zum Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen im Landkreis Rottal-Inn.
Diese wird erreicht durch eine Kombination der konzertierten Bearbeitung der drei wesentlichen strukturellen Barrieren für schwerbehinderte Arbeitssuchende im Landkreis Rottal-Inn:

- erschwerter Zugang zu behindertengerechten Arbeitsstellen
- erschwerter Zugang zu bedarfsgerechtem, arbeitsnahem Wohnraum
- erschwerter Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten
und der Aktivierung sowie Stärkung von
- individuellen Potentialen schwerbehinderter Menschen durch Verringerung der persönlichen Hemmnisse mit dem Ziel der beruflichen Integration.

Das Projekt IZABB gliedert sich in drei Handlungsfelder. Die Netzwerkarbeit (Unternehmensnetzwerk, Hilfenetzwerk) wird schwerpunktmäßig durch den Netzwerkkoordinator beim Integrationsfachdienst Niederbayern in enger Zusammenarbeit mit der Projektleitung im Jobcenter koordiniert und durchgeführt. Durch die Verantwortlichkeit des Netzwerkkoordinators für beide "Netzwerke" können Synergien effektiv genutzt werden, wodurch die verschiedenen Netzwerke voneinander profitieren und vernetzt werden.
Das intensivierte Casemanagement erfolgt durch den Integrationscoach, der ebenfalls beim Integrationsfachdienst Niederbayern beschäftigt wird und eng mit dem Netzwerkkoordinator zusammenarbeitet.

1) Unternehmensnetzwerk zur beruflichen Integration schwerbehinderter Menschen:

Das "Unternehmensnetzwerk" bietet den Akteuren im Arbeitsmarkt eine Informations- und Kommunikationsplattform für die Belange schwerbehinderter Arbeitnehmer. Es pflegt eine Datenbank über behindertengerechte Arbeitsstellen und macht diese den Projektpartnern zugänglich.

2) Hilfenetzwerk zur Unterstützung der Integration schwerbehinderter Menschen:

Das "Hilfenetzwerk" koordiniert und festigt die strukturelle Zusammenarbeit aller Institutionen in der Region, die unterstützend am Integrationsprozess schwerbehinderter Menschen beteiligt sind. Zentrales Gremium des "Hilfenetzwerks" wird ein "Arbeitskreis: Behinderung + Arbeit" sein. Ein Aktionsschwerpunkt wird die Wohnberatung sein. Sie macht weit verstreute Arbeitsplätze trotz eingeschränkter Mobilität und schwacher öffentlicher Verkehrsinfrastruktur für schwerbehinderte Menschen zugänglich, indem der Zugang zu arbeitsplatznahem, bedarfsgerechtem Wohnraum erleichtert wird. Sie pflegt eine Datenbank und eine Landkarte für bedarfsgerechten Wohnraum und berät wohnungssuchende schwerbehinderte Menschen.

3) Intensiviertes Casemanagement zur beruflichen Integration schwerbehinderter Menschen:

Das Intensivierte Casemanagement bietet in der Projektlaufzeit bis zu 30 Teilnehmern (maximal 10 Teilnehmer gleichzeitig), individuelle Hilfen zur beruflichen Integration. Die Teilnehmer bekommen einen Integrationscoach als feste Bezugsperson über die gesamte Projektdauer zur Seite gestellt. Der Integrationscoach ermittelt regelmäßig den individuellen Bedarf zur Stärkung der individuellen Ressourcen und zum Abbau der multiplen Vermittlungshemmnisse und leistet oder organisiert entsprechende Hilfen in allen Phasen des Integrationsprozesses. Zudem ist je nach Bedarf eine intensive aufsuchende Sozialarbeit vorgesehen und mit eingeplant.



Beginn:

01.11.2015


Abschluss:

31.10.2018


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) - gefördert aus Mitteln des Ausgleichsfonds
Programm der Bundesregierung zur "intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen"
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMAS



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125704


Informationsstand: 29.11.2019