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Angaben zum Forschungsprojekt

Innerstädtische Mobilitätsunterstützung für Blinde und Sehbehinderte (InMoBS)

Die Mobilität blinder und sehbehinderter Menschen ist in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens mit immensen Hemmnissen verbunden und beschränkt sich häufig auf gelernte und gut bekannte Wege. Insbesondere das Queren innerstädtischer Knotenpunkte mit Lichtsignalanlagen (LSA) ist mit einem hohen Gefährdungspotenzial verbunden. Blindengerecht ausgestattete Lichtsignalanlagen stehen nicht flächendeckend zur Verfügung und bieten nur einen geringen, oftmals unzureichenden Informationsgehalt, um ein sicheres Queren zu gewährleisten. Ziel des Forschungsprojektes - InMoBS ist es, blinde und sehbehinderte Menschen bei der Realisierung innerstädtischer Mobilität sowie insbesondere beim Queren signalisierter Fußgängerfurten zu unterstützen. Hierzu wird auf Grundlage bekannter Technologien ein Systemkonzept entwickelt werden, das dem Nutzer mittels Endgerät notwendige Informationen für eine sichere, durchgängige Navigation zur Verfügung stellt. Die dafür notwendigen Routen werden auf Grundlage einer ebenfalls zu konzipierenden Internetplattform vom Endnutzer und/oder dessen Angehörigen konstruiert und an das Endgerät übertragen. Mittels akustischer und haptischer Informationen soll der Anwender unter Einbeziehung von LSA-Informationen kontinuierlich und nutzergerecht durch das städtische Straßennetz navigiert werden. Um dies zu ermöglichen wird in allen Projektphasen von der Entwicklung bis zur Erprobung das Know-how Blinder und Sehbehinderter einbezogen. Das entwickelte Personenassistenzsystem wird in einer umfassenden Felderprobung mit Hilfe automatisierter Nutzerdatenerhebung sowie verkehrspsychologischen Befragungen untersucht und hinsichtlich der Wirkungsweise und Nutzerakzeptanz bewertet.



Beginn:

01.01.2012


Abschluss:

31.12.2014


Art:

Gefördertes Projekt / Wissenschaftliche Arbeit


Kostenträger:


Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie



Weitere Informationen


Abstract

Intra-urban Mobility-support for the Blind and viSually impaired (InMoBS)

Today‘s mobility of blind and visually impaired persons is associated with many barriers. Most trips are limited to well-trained routes. Especially crossing streets becomes a huge challenge paired with high risks. Traffic lights equipped with special guidance systems often do not meet the individual needs of affected persons. The aim of the research project InMoBS is to improve the mobility of blind and visually impaired people. Therefore a complex system concept based on existing techniques has to be developed, which provides the user with all necessary information and guarantees a safe and continuous navigation in intraurban road networks. Required route information will be easily generated and uploaded to the portable navigation device by the user himself or its family members. The navigation device will also be able to receive real-time traffic light information based on Car-2-X-communication techniques, which are used for an acoustic and haptic user-friendly guidance through the urban road network. To realise all of these aspects blind and visually impaired people are involved in all project development steps.


Referenznummer:

R/FO125472


Informationsstand: 26.02.2013